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Untreue-Verdacht: Politiker rücken von Tash-Chefin ab

Kiel Untreue-Verdacht: Politiker rücken von Tash-Chefin ab

Abgeordnete im Landtag fordern Konsequenzen aus den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft — CDU will Andrea Gastager freistellen.

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Ermittlungen: Verliert Andrea Gastager (49) nun ihren Job als Tash- Geschäftsführerin?

Quelle: Maxwitat

Kiel. Nach dem Bekanntwerden staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue verliert die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur des Landes (Tash), Andrea Gastager, den Rückhalt der Politik. Der CDU- Landtagsabgeordnete Hartmut Hamerich fordert die sofortige Freistellung der 49-Jährigen vom Dienst bis zum Ende aller Ermittlungen. Sie könne die Tash so lange nicht mehr nach außen vertreten. Seine SPD-Abgeordnetenkollegin Regina Poersch spricht von einem „ernsten Vorwurf“ gegen Gastager. Sollte sich der bestätigen, „muss man über Konsequenzen reden“.

Träger der Tash sind neben dem Land zum Beispiel auch der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Das Land aber stemmt den Großteil der Finanzierung. Gastager ist denn auch durch eine Meldung des Wirtschaftsministeriums ins Visier der Ermittler geraten. Bei einer Überprüfung von Verwendungsnachweisen über die Landesgelder im Jahr 2014 war aufgefallen, dass für Bar-Abhebungen Gastagers über 3400 Euro mit der Tash-Firmenkreditkarte Belege fehlten.

Ein Teil dieses Geldes, mehrere Hundert Euro, soll nach LN-Informationen zum Beispiel in Wien für einen Friseurbesuch vor dem Auftritt auf einer Tourismus-Messe ausgegeben worden sein. Eine dienstliche Aufwendung? Offenbar gab es darüber Streit zwischen Gastager und dem Ministerium. Nicht zuletzt angesichts des hohen Einkommens der Tash-Chefin — es soll über dem einer Staatssekretärin liegen, also monatlich bereits im fünfstelligen Bereich — hält man es im Ministerium für eine private Ausgabe. 2015 zahlte Gastager die 3400 Euro schließlich ans Land zurück. Die Weitergabe des Vorgangs an die Staatsanwaltschaft hat das offensichtlich nicht mehr verhindert.

Am Dienstag durchsuchten die Ermittler die Tash-Büros in Kiel. In Kürze will der Aufsichtsrat klären, wie weiter verfahren wird, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bartsch. Der Ehrenpräsident des Dehoga-Landesverbandes hatte sich gestern mit einem Anwalt im Kieler Wirtschaftsministerium über das Ergebnis der Verwendungsnachweisprüfung informiert. Während laufender Ermittlungen käme eine Freistellung, eine Verdachtskündigung oder eine Suspendierung in Frage, heißt es.

Andrea Gastager selber wollte sich auch gestern nicht zu den Vorwürfen äußern. Sie befand sich auf der Rückreise von einem Kongress in Stuttgart.  wh/ctö

LN

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