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Urteil: Küken-Töten mit Tierschutzgesetz vereinbar

Münster Urteil: Küken-Töten mit Tierschutzgesetz vereinbar

Brütereien waren gegen Erlass vor Gericht gezogen.

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Münster. Die umstrittene Praxis, männliche Küken nach dem Schlüpfen zu töten, verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster gestern entschieden. Das OVG bestätigte damit mehrere Urteile von Verwaltungsgerichten in Nordrhein-Westfalen gegen einen Erlass der rot-grünen Landesregierung. Das Tierschutzgesetz erlaube das Töten von Tieren, wenn dafür ein vernünftiger Grund vorliege, teilte der Senat mit. Die Aufzucht der ausgebrüteten männlichen Küken sei für die Brütereien aber mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand verbunden, so die Urteilsbegründung. Revision ließ das OVG nicht zu (Az.: 20 A 488/15 und 20 A 530/15).

Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) wollte das Töten aus rein wirtschaftlichen Gründen 2013 per Erlass unterbinden. Dagegen zogen elf betroffene Brütereien vor die Gerichte. Die Bundesregierung lehnt ein Verbot ab und setzt auf technische Lösungen, die 2017 marktreif sein sollen.

LN

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