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Wirtschaft im Norden Urteil zu Schaden am Nachbarhaus
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20:10 09.02.2018
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Karlsruhe

Ein Grundstückseigentümer muss nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) für Brandschäden am Nachbarhaus haften, die durch Arbeiten an seinem Dach entstanden sind. Auf ein Verschulden komme es dabei nicht an, sagte die Vorsitzende Richterin gestern bei der Urteilsverkündung in Karlsruhe (V ZR 311/16).

2011 war ein Gebäude in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) nach Arbeiten am Flachdach abgebrannt. Der Handwerker hatte Heißklebearbeiten ausgeführt, dabei war ein Glutnest unter den Dachbahnen entstanden.

Die Versicherung des ebenfalls beschädigten Nachbarhauses verlangte von den Erben der inzwischen gestorbenen Eigentümer fast 98 000 Euro. Beim insolventen Handwerker war nichts zu holen.

In den Vorinstanzen hatte die Versicherung keinen Erfolg. Jetzt muss das Oberlandesgericht Naumburg den Fall noch einmal verhandeln und über die Höhe des Anspruchs entscheiden. Entscheidend sei der Anspruch auf einen nachbarrechtlichen Ausgleich. Dieser ist laut BGH gegeben, wenn von einem Grundstück eine rechtswidrige Einwirkung – hier das Feuer – auf ein anderes Grundstück ausgeht, die der Besitzer des betroffenen Grundstücks nicht unterbinden kann. Die Beeinträchtigung muss dabei auf den Willen des Eigentümers zurückgehen.

LN

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