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Wirtschaft im Norden VW verkauft weniger Autos
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21:13 12.08.2016

. Volkswagen startet bei den Auslieferungen verhaltener in das zweite Halbjahr. Europas größter Autobauer kann im bisherigen Jahresverlauf zwar trotz der Dieselaffäre dank seiner vielen Marken und einiger gut laufender Märkte weiter ein Plus vorweisen. Doch im Juli schwächelte die Kernmarke VW vor allem in Westeuropa und belastete damit wieder den Gesamtverkauf, teilte das im Dax notierte Unternehmen aus Wolfsburg gestern mit.

Weltweit verkaufte die Marke VW im Juli mit 449100 Autos 1,8 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Allein in Westeuropa, nach China der zweitwichtigste Markt, lagen die Verkäufe 14 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Im Heimatmarkt Deutschland sackten die Auslieferungen um fast ein Sechstel ab. Markenvertriebschef Jürgen Stackmann führte die schwächeren Zahlen aus dem Juli vor allem auf zwei Verkaufstage weniger in Europa zurück. Zudem habe es in einigen Kernmärkten durch „veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen“ eine Kaufzurückhaltung gegeben. Neben der Situation rund um den Putschversuch in der Türkei habe auch der Brexit belastet, erläuterte eine Sprecherin. In den USA, wo die Abgasaffäre zuerst eskalierte, steht ebenfalls weiter ein Minus zu Buche. Große Stütze ist der chinesische Markt.

Insgesamt kommt die hauptsächlich betroffene Hausmarke der Niedersachsen ohnehin weiter glimpflich durch den Dieselskandal: Nach den ersten sieben Monaten steht lediglich ein Auslieferungsminus von 0,9 Prozent auf 3,37 Millionen Fahrzeuge zu Buche. Konzernvertriebschef Fred Kappler konnte von Januar bis Juli weiter ein Verkaufsplus vorweisen.

Volkswagen hatte mit einer Software Abgastests manipuliert. Alleine in Deutschland ruft VW 2,5 Millionen Wagen zur Umrüstung in die Werkstätten. Im Zuge der Umrüstung bekräftigte VW , dass der Umbau der Autos keine negativen Auswirkungen habe. Nach der Umrüstung der Fahrzeuge gebe es bei Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen oder Motorleistung keinerlei Verschlechterung. Der Autobauer stelle den Kunden nach der Umrüstung eine „garantiegleiche“ Bescheinigung aus, spreche aber nicht von einer „Garantie“, wie es in Unternehmenskreisen hieß. Grund seien juristische Feinheiten.

LN

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