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Wirtschaft im Norden VW will neue Regeln für Managergehälter
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden VW will neue Regeln für Managergehälter
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21:13 18.05.2016
Finanzchef Frank Witter übernahm den Posten Ende 2015 von Hans Dieter Pötsch. Quelle: Fotos: Dpa

Nach heftiger Kritik an Bonuszahlungen für die Vorstände bei Volkswagen will der Konzern neue Regeln für die Gehälter der Führungskräfte schaffen. „Das derzeitige System braucht Veränderung“, schreibt VW-Finanzvorstand Frank Witter in einem Brief an den Investor Chris Hohn, der dem Konzern zuletzt öffentlich Druck gemacht hatte. „Wir werden das als Teil unserer Strategiediskussion adressieren“, erklärt Witter in dem Schreiben.

Volkswagen werde sich aber die nötige Zeit nehmen, um ein neues System sorgfältig auszuarbeiten. Die neue Konzern-Strategie 2025 soll weiterhin vor der Sommerpause vorgestellt werden. Details zu einem neuen Vergütungssystem nannte Witter nicht. Man müsse aber eine Balance finden zwischen Fairness und Transparenz auf der einen Seite, und Attraktivität des Konzerns für Talente auf der anderen Seite. Witter war im Strudel des Abgas-Skandals Ende 2015 auf den Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch gefolgt, der an die Spitze des VW-Aufsichtsrates wechselte.

Derweil wurden weitere Details zu der Klageerwiderung der VW-Anwälte bekannt, die die Wolfsburger beim zuständigen US-Richter Charles Breyer eingereicht hatten. Darin fordern sie ihn auf, mehrere Punkte in der Klage abzuweisen. Die US-Regierung sieht die Zurückweisung aber entspannt. VW und die US-Behörden führen derzeit Gespräche über einen Vergleich im Abgas-Skandal.

Die USA nehmen Volkswagen unterdessen auch wegen angeblicher Verletzungen des Patentrechts bei Hybridfahrzeugen unter die Lupe. Grund für die Untersuchung ist eine Beschwerde des Zulieferers Paice aus Baltimore. Die Firma hatte dem deutschen Autohersteller vorgeworfen, patentierte Technologie ohne Genehmigung bei den Konzernmarken VW, Audi und Porsche eingesetzt zu haben. Die US-Handelskommission betont in ihrer Mitteilung, dass erst geprüft werden müsse, ob die Klage begründet sei. Ein VW-Sprecher wollte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht zum Sachverhalt äußern.

LN

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