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Wirtschaft im Norden Verdi verlässt das Maritime Bündnis
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20:12 25.06.2016
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Berlin

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die auch die deutschen Seeleute vertritt, ist aus Protest gegen die neue Schiffsbesetzungsverordnung von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) aus dem Maritimen Bündnis ausgetreten. Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle warf der Bundesregierung vor, sie mache „deutsche Seeleute zum Auslaufmodell“. Gleichzeitig würden den Reedereien jedoch Subventionen „um 130 Millionen Euro jährlich ohne Gegenleistung“ erhöht.

Hintergrund des Protestes ist, dass nach der ab 1. Juli in Kraft tretenden neuen Schiffsbesetzungsverordnung die Pflicht, einen ausgebildeten Schiffsmechaniker an Bord von Schiffen unter deutscher Flagge zu haben, wegfällt. „Wenn Schiffsmechaniker nicht mehr vorgeschrieben sind, wird es sie bald auch nicht mehr geben“, kritisierte Behle. Der Ausbildungsberuf des Schiffsmechanikers stehe jedoch oft am Beginn vieler Karrieren in der Schifffahrt als Offiziere oder Kapitäne. Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR), meinte dagegen, wo Schiffsmechaniker gebraucht würden, „wird es sie auch weiterhin geben“. Die deutschen Reeder investierten jährlich über eine Stiftung 20 Millionen Euro in die Ausbildung und Weiterqualifizierung von Nachwuchskräften an Bord.

In der neuen Besetzungsverordnung ist außerdem vorgesehen, dass künftig auf großen Schiffen unter deutscher Flagge statt bisher vier Offizieren aus Deutschland beziehungsweise EU-Ländern nur noch ein EU-Kapitän und ein EU-Offizier tätig sein müssen. Zum Maritimen Bündnis gehören neben Reedern und Bundesregierung auch die fünf Küstenländer.

rz

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