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Viel weniger Bewerber pro Lehrstelle

Kiel/Lübeck Viel weniger Bewerber pro Lehrstelle

IHK Schleswig-Holstein meldet ein Minus von 4,6 Prozent. DGB Nord fordert Angebote auch für Schwächere.

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Jugendliche in einer Ausbildungswerkstatt der Deutschen Bahn. Viele Lehrstellen sind unbesetzt.

Quelle: Foto: dpa

Kiel. Die Zahl der Bewerber um eine Lehrstelle ist bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Bis Ende Juli haben die drei Kammern in Lübeck, Kiel und Flensburg 9838 Lehrverträge für die Bereiche Industrie, Handel und Dienstleistungen eingetragen. Im Vorjahr seien zu diesem Zeitpunkt 10 314 Ausbildungsverträge gezählt worden, erklärte die IHK Schleswig-Holstein gestern in Kiel. Das bedeute einen Rückgang um 476 Verträge oder 4,6 Prozent.

„Trotz Bewerberrückgangs besteht weiterhin eine hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen. Hauptmotiv ist die Fachkräftesicherung und somit die Vorsorge für die zukünftige Entwicklung“, erklärte Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, anlässlich der zweiten Welle beim Ausbildungsstart 2013.

Die hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen zeige das Bemühen, vorhandenen Engpässen bei Fachkräften entgegenzuwirken. Dabei sei die Wende auf dem Ausbildungsmarkt vollzogen. Für bisher noch unversorgte Ausbildungsplatzsuchende sei der Zug aber noch nicht abgefahren, erklärte Kühn. „Derzeit ist noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Allerdings sollten die Ausbildungsplatzsuchenden nicht am Wunschberuf festhalten, sondern flexibel auf die bestehenden Angebote schauen, die arbeitsmarktnah sind“, sagte die IHK-Präsidentin.

Zwar seien bereits gut 80 Prozent der Ausbildungsverträge dieses Jahres bereits geschlossen worden, doch auf dem Lehrstellenmarkt in Schleswig-Holstein gebe es nach wie vor Bewegung. Ulrich Hoffmeister von der IHK zu Lübeck ruft die Unternehmen deshalb dazu auf, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die sie früher abgelehnt hätten.

Zum Starttermin für Auszubildende am 1. August hatte die Arbeitsagentur Lübeck einen Spitzenwert an noch unbesetzten Lehrstellen gemeldet. Von 2785 gemeldeten Ausbildungsstellen (plus 41) seien 1355 offen gewesen, 191 mehr als vor einem Jahr. Rechnerisch kamen damit 1,4 offene Stellen auf einen unversorgten Bewerber. 500 freie Plätze gab es Anfang August in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Lübeck.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht jedoch ein Alarmsignal darin, dass angesichts der vielen noch freien Lehrstellen zahlreiche lernschwächere Bewerber trotzdem noch ohne Ausbildungsvertrag dastehen. Das sei eine dramatische Situation, erklärte Jeanine Weigel, Bezirksjugendsekretärin beim DGB Nord. „Es ist die Pflicht der Arbeitergeber, mit Unterstützung der Agentur für Arbeit auch lernschwächeren Jugendlichen passgenaue Angebote zu machen“, sagte Weigel.

Suchbörse im Internet
1198 neue Ausbildungsplätze bei 641 neuen Betrieben haben die drei Industrie- und Handelskammern in Lübeck, Kiel und Flensburg seit Jahresbeginn geworben, erklärt die IHK Schleswig-Holstein. Auch in diesem Jahr helfe bei der Suche die IHK-Internet-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de). Zahlreiche Betriebe böten dort für Bewerber die Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme. Gleichzeitig könnten sich auch Bewerber mit ihrem Profil einstellen. Derzeit werden dort 1113 Ausbildungsplätze angeboten.

LN

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