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Viele Firmen ignorieren die neue Frauenquote

Berlin Viele Firmen ignorieren die neue Frauenquote

Die Frauenquote für Führungspositionen gilt ab dem 1. Januar. Doch viele Unternehmen haben darauf noch nicht reagiert.

Berlin. Die Frauenquote für Führungspositionen gilt ab dem 1. Januar. Doch viele Unternehmen haben darauf noch nicht reagiert. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, wollen etliche Firmen auch 2016 keine Frauen in den Vorstand berufen. Zu den Verweigerern gehören demnach unter anderem Porsche, Fresenius, Eon, die Commerzbank und ThyssenKrupp. Der Chemie-Konzern Beiersdorf hat sich vorgenommen, bis 2017 mindestens eine Frau im Vorstand zu haben. Im BASF-Vorstand sitzt bereits eine Frau. Auf den zwei darunterliegenden Führungsebenen liegt der Anteil nach Unternehmensangaben bei 9,4 Prozent und 11,8 Prozent. Auf eine Steigerung des Frauenanteils in 2016 will sich BASF aber nicht festlegen.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) warnte: „Wer die Frauenquote ignoriert, schneidet sich ins eigene Fleisch.“ Frauen seien ein Gewinn für jedes Unternehmen. Wer an die Mär glaube, es gäbe nicht genug geeignete Frauen, sei „geistig im vergangenen Jahrhundert stecken geblieben“.

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