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Viele Krankenkassen teurer

Berlin Viele Krankenkassen teurer

Am deutlichsten steigt der Beitragssatz bei der DAK.

Berlin. Für ihre Krankenkasse müssen die Versicherten im kommenden Jahr teils deutlich mehr bezahlen. Die Kassen kündigten zum Jahreswechsel Beitragserhöhungen auf breiter Front an. Unter den großen Versicherungen steigt der Beitragssatz bei der DAK-Gesundheit am stärksten. Die drittgrößte Kasse verlangt ab Januar 16,1 Prozent vom Bruttoeinkommen — 0,6 Prozentpunkte mehr als 2015. Damit wachsen die Preisunterschiede zwischen den Kassen. Die Bundesregierung lehnte Schritte zur Kostensenkung ab.

Die Erhöhungen müssen die Versicherten allein über den Zusatzbeitrag schultern. Bei der DAK-Gesundheit steigt er von 0,9 auf 1,5 Prozent, beschloss der Verwaltungsrat gestern. Der Anteil des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen, ist gesetzlich festgeschrieben und liegt bei 14,6 Prozent. Die Beiträge werden bis zur Beitragsbemessungsgrenze fällig, die im kommenden Jahr bei 4237,50 Euro liegt.

Der Beitragssatz der größten Versicherung, der Techniker Krankenkasse (TK), steigt um 0,2 Punkte auf 15,6 Prozent. Auch bei der Nummer zwei, der Barmer GEK, geht der Beitrag um 0,2 Punkte nach oben und liegt dann bei 15,7 Prozent.

Bei der AOK Bayern liegt der Beitrag bei 15,7 Prozent (plus 0,2 Punkte), bei der AOK Baden-Württemberg bei 15,6 Prozent (plus 0,1). Bei der DAK-Gesundheit schlägt der Beitragsanstieg bei einem Verdienst von 2500 Euro mit 15 Euro zu Buche, bei der Barmer GEK und der TK sind es 5 Euro. Für einen Beschäftigten an der Beitragsbemessungsgrenze sind es bei der DAK sogar 25 Euro. Der Zusatzbeitrag ist aber von der Steuer absetzbar.

Und in Zukunft drohen den Versicherten sogar noch höhere Beitragssprünge. Wenn der Gesetzgeber nicht reagiere, würden die Zusatzbeiträge bis zum Jahr 2020 auf zwei Prozent zulegen, sagte die Chefin des Verbands der Ersatzkassen (vdek), Ulrike Elsner. Damit lägen die Gesamtbeiträge dann bei 16,6 Prozent.

LN

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