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Viele VW-Chefs wussten von Manipulationen

Wolfsburg Viele VW-Chefs wussten von Manipulationen

Mitarbeiter des Autokonzerns sagt umfassend aus — Rückrufaktion steht unmittelbar bevor.

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In Deutschland müssen 2,4 Millionen Dieselautos in Werkstätten umgerüstet werden.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Von den Abgasmanipulationen bei VW-Fahrzeugen haben Medienberichten zufolge deutlich mehr Führungskräfte gewusst als bisher bekannt. In der betreffenden Abteilung sei es kein Geheimnis gewesen, dass VW bei den Abgastests der Behörden in den USA und Europa nur so die Schadstoff-Grenzwerte scheinbar habe einhalten können, berichteten gestern „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Sie beriefen sich auf Aussagen eines Insiders.

Dabei geht es um einen VW-Mitarbeiter, der den gemeinsamen Recherchen der „SZ“ und von NDR und WDR zufolge gegenüber Ermittlern der Braunschweiger Staatsanwaltschaft umfassend ausgesagt haben soll.

Der „Kronzeuge“ sei demnach selbst an Manipulationen beteiligt gewesen. Seinen Aussagen zufolge hätten nahezu alle mit den Abgas-Problemen befassten Führungskräfte in der VW-Motorenentwicklung von den Manipulationen gewusst oder seien sogar daran beteiligt gewesen.

Gegenüber anderen Abteilungen im Konzern hätten sich die Beteiligten auf ein „Schweigegelübde“ verständigt, hieß es weiter. Der „Kronzeuge“ sagte demnach allerdings auch, er selbst habe den späteren VW-Marken-Vorstand Heinz Jakob Neusser damals informiert. Dieser habe jedoch nicht reagiert. Begonnen wurde mit den Manipulationen demnach bereits im Jahr 2006.

Der Volkswagen-Konzern bezeichnete die geschilderten Erkenntnisse gegenüber „SZ“, NDR und WDR als „reine Spekulationen“, zu denen man sich nicht äußern wolle. Verwiesen wurde auch auf die laufenden Untersuchungen. Offiziell will VW bei der Aktionärsversammlung im April interne Untersuchungsergebnisse vorlegen. Parallel gehen auch die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen weiter, die dem Bericht zufolge allerdings länger dauern dürften.

Ende des Monats sollen in Deutschland die ersten Dieselautos mit manipulierter Software in die Werkstätten kommen. Dort sollen die Mechaniker per Programm-Update den Auslöser für den größten Skandal in der VW-Firmengeschichte ausmerzen. Es ist eine logistische Mammutaufgabe.

Laut VW gibt es bundesweit 2173 Volkswagen-Partner, deren Werkstätten für den Rückruf autorisiert sind. Damit ergeben sich mit den 2,4 Millionen zurückgerufenen Dieseln rechnerisch 1100 Fahrzeuge pro Werkstatt. Branchen-Kenner gehen von durchschnittlich mindestens 90 Minuten Arbeitszeit pro betroffenem Wagen aus. Als erstes bekommen die Halter eines Pick-Up-Truck Amarok mit 2,0-Liter-Diesel (Abgasnorm Euro-5) Post. VW verspricht: „Wir bieten allen betroffenen Kunden eine angemessene und kostenfreie Ersatzmobilität an.“

„Wir bieten betroffenen Kunden eine angemessene und kostenfreie Ersatzmobilität an.“
VW zum Thema Rückrufe

LN

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