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Wirtschaft im Norden Volle Läden: Jetzt beginnt die große Rabattschlacht
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09:13 27.12.2017
Quelle: Symbolbild LN-Archiv
Kiel/Lübeck

„Günstigere Preise gibt es vor allem in den Bereichen Textilien und Technik“, weiß Warnken. Karstadt wirbt auf seiner Homepage mit zehn Prozent Preisnachlass auf Uhren und Schmuck, Düfte, Reisegepäck und andere Artikel. „Bei uns bekommen die Kunden beispielsweise bestimmte Möbel zehn Prozent billiger“, informiert Anne Remy von Otto, dem zweitgrößten deutschen Onlinehändler. Zusätzlich werden zinslose Kredite angeboten.

„Die umsatzstarke Zeit zwischen Weihnachten und Silvester zählt eindeutig noch zum Weihnachtsgeschäft“, erklärt Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands (HV) Nord in Kiel. Laut Böckenholt rechnen die 11 200 Einzelhändler in Schleswig-Holstein noch einmal mit einem kräftigen Plus. Dies liege nicht zuletzt daran, dass jeder zweite Deutsche zum Fest inzwischen Gutscheine oder Geld verschenke.

Insgesamt werde das gute Ergebnis des Weihnachtsgeschäftes aus dem Vorjahr jedoch nicht erreicht, bedauert Böckenholt. Wurden vor einem Jahr in Schleswig-Holstein rund 3,5 Milliarden Euro erzielt, so waren es 2017 nur 3,4 Milliarden.

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Davon hatte mit 350 Millionen Euro der Onlinehandel einen großen Anteil. Ein Wachstumsmarkt, der sich zum Teil auf Kosten des stationären Handels entwickele, so Böckenholt. Doch immer noch kaufen knapp 70 Prozent der Verbraucher ihre Weihnachtsgeschenke lieber bei Einzelhändlern vor Ort als im Netz. So sei der überwiegende Teil der Händler mit dem Ergebnis auch „im Großen und Ganzen zufrieden“. Schließlich hätten dieses Mal zwei Verkaufstage gefehlt.

„Der beste Verkaufstag war der dritte Adventssonnabend“, hat Olivia Kempke vom Lübeck-Management festgestellt. Besonders die Textilbranche habe guten Umsatz gemacht, wobei Filialen großer Ketten am meisten profitierten. Auch in Lübeck werde nach dem Fest noch kräftig geshoppt. Dies gelte etwa für Schuhe, die auf Gutschein sehr häufig erst nach Weihnachten gekauft würden.

Spielwaren brachten laut HV Nord-Chef Böckenholt im Norden dieses Jahr eindeutig am meisten Umsatz. Ebenfalls gut verkauften sich Bücher, Uhren, Schmuck und Unterhaltungselektronik.

Kaum fünf Prozent der Geschenke würden übrigens noch umgetauscht, sagt Stefan Hertel, Sprecher des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Dennoch hätten Geschäfte damit alle Hände voll zu tun. Die meisten Fehlkäufe gebe es bei Spielwaren, dort würden kaum Gutscheine verschenkt: „Bei Kindern möchte jeder die leuchtenden Augen beim Geschenke auspacken erleben.“

Lange einlösbar

Im November und Dezember 2017 erzielen die Einzelhändler in Deutschland nach HDE-Schätzung allein drei Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Gutscheinen. Die Gutscheine gelten, wenn nicht ausdrücklich befristet, drei Jahre ab Ende des Jahres, in dem der Gutschein gekauft wurde.

Von Marcus Stöcklin

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