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Von sportlich bis gemütlich: Viele Betriebe laden zur Weihnachtsfeier

Lübeck Von sportlich bis gemütlich: Viele Betriebe laden zur Weihnachtsfeier

Die Firmen gehen wieder verstärkt in die Gastronomie. Das Geld sitzt aber nicht mehr so locker.

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Lübeck. Die Geschäftsstelle des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Schleswig- Holstein war in diesem Jahr früh dran. Die Mitarbeiter haben bereits im Juli ihre Weihnachtsfeier gemacht — sie waren wandern im Watt vor Büsum. „Es ist der Wunsch aufgekommen, auch mal über den Tag verteilt etwas zu machen“, sagt Stefan Scholtis, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Schleswig-Holstein. „Einer kam dann auf die Idee.“ Normalerweise feiern die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Anfang oder Mitte Dezember, aber eine Wattwanderung im Winter passte nicht wirklich. Beim gemeinsamen Essen durfte trotz Sommer der Ramsch- Julklapp natürlich nicht fehlen.

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Ob nach der Arbeit im Büro, im Restaurant oder im Theater: Viele Betriebe im Norden feiern zusammen mit ihren Mitarbeitern Weihnachten. Der Trend geht aber zu separaten Veranstaltungen einzelner Abteilungen.

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Ob im Juli, zur Weihnachtszeit oder erst im Januar — viele Betriebe im Norden feiern in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Angestellten. „Es wird wieder verstärkt in die Gastronomie gegangen“, sagt Scholtis. Die Anzahl der Feiern habe in den vergangenen drei, vier Jahren wieder zugenommen. Seit zwei, drei Jahren verzeichnet der Dehoga jedoch eine Reduzierung beim Umfang der Weihnachtsfeiern.

„Das wird zum Problem“, sagt der Dehoga-Hauptgeschäftsführer. Das Geld sitzt bei den Betrieben anscheinend nicht mehr so locker. Während die Mitarbeiter früher in den Restaurants auf Kosten der Unternehmen den ganzen Abend essen und trinken konnten, gibt es mittlerweile immer mehr Einschränkungen. So kommt es vor, dass die Chefs nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit zahlen oder nur eine begrenzte Anzahl von Getränken übernehmen.

Die Lübecker Gastronomen blicken positiv auf die bevorstehende Weihnachtszeit. „Der Trend ist gut“, sagt Jens Musche, Vorsitzender des Dehoga in Lübeck. Am ersten Dezemberwochenende könnte es in den Restaurants und Gaststätten der Hansestadt ein bisschen eng werden, aber generell gebe es noch Plätze. „Viele entscheiden sich kurzfristig“, sagt Musche. Bei Baader in Lübeck steht das Programm bereits. Am 20. Dezember — dem letzten Arbeitstag vor Weihnachten — werden alle Mitarbeiter zum Stollenessen eingeladen. „Darüber hinaus gibt es abteilungsbezogene Weihnachtsfeiern, die bezuschusst werden“, sagt Christina Süllbrandt von der Personalabteilung. Auch bei Dräger wird auf Abteilungs- oder Bereichsebene gefeiert, eine zentrale Feier gibt es nicht. „Das Unternehmen zahlt in vernünftigem, angemessenen Rahmen für die Abteilungsweihnachtsfeiern“, sagt Michaela Wetter.

Die Arbeitsagentur Lübeck gibt keinen Zuschuss für die Weihnachtsfeiern, die Mitarbeiter zahlen sie aus ihrer eigenen Tasche. Die einzelnen Teams lassen das Jahr ganz unterschiedlich ausklingen.

„Einige sind sportlich aktiv, gehen kegeln oder bowlen und danach essen“, sagt Sprecherin Olga Nommensen. „Andere gehen auf den Weihnachtsmarkt und ins Theater.“ Die ersten Feiern beginnen in der Regel Ende November. „Es gab aber auch schon mal Teams, die das erst im Januar geschafft haben“, sagt Nommensen. Die Mitarbeiter von Euroimmun hören sich zusammen ein klassisches Weihnachtskonzert in der Aegidienkirche an. „Da tritt dann auch unser firmeninterner Chor auf“, sagt Sprecherin Annekathrin Staub. Das werde ganz besinnlich.

Für die Mitarbeiter von Karstadt in Lübeck ist die Weihnachtszeit besonders stressig. Deshalb gab es im Oktober bereits ein großes Mitarbeiterfest. „Das war ein Dankeschön für das abgelaufene Geschäftsjahr und zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit“, sagt Karstadt-Chef Andreas Joslyn. Aber auch Weihnachten wird in den verschiedenen Abteilungen gefeiert.

Individuelle Veranstaltungen gibt es auch bei der Stadt Lübeck. „Bei 3800 Köpfen ist eine gemeinsame Feier nicht möglich“, sagt Stadtsprecher Marc Langentepe. Bürgermeister Bernd Saxe lädt Mitarbeiter des Fachbereichs 1 zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee, Tee und Stollen ein. Nach ihrer aktiven Weihnachtsfeier im Juli will es auch die Geschäftsstelle des Dehoga-Landesverbandes 2014 etwas ruhiger angehen und gemütlich zusammen essen — dann aber in der Weihnachtszeit.

„Seit zwei, drei Jahren wird beim Umfang der Weihnachtsfeiern gespart.“
Stefan Scholtis, Dehoga

Julia Konerding

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