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Er stammt aus Togo und sein Herz schlägt für die Physik: Seit neun Jahren lebt Dr.

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Dr. Pidasa Bidola (32) legt einen Porsche-Achsschenkel in einen Halter des mannshohen Röntgengerätes.

Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob

Stockelsdorf. Er stammt aus Togo und sein Herz schlägt für die Physik: Seit neun Jahren lebt Dr. Pidassa Bidola in Deutschland. Der Physiker arbeitet bei der VisiConsult X-Ray Systems & Solutions GmbH in Stockelsdorf. Er leitet die Applikationabteilung und testet, ob Kundenwünsche realisiert werden können.

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Er stammt aus Togo und sein Herz schlägt für die Physik: Seit neun Jahren lebt Dr.

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Mitarbeiter gesucht

Das 1996 gegründete Familien-Unternehmen mit Zweitsitz in Atlanta (USA) beschäftigt derzeit 65 Mitarbeiter. Geführt wird VisiConsult in der zweiten Generation. 60 Prozent der in Stockelsdorf gefertigten Systeme sind Sonderanlagen, die auf speziellen Kundenwunsch gebaut werden. VisiConsult sucht derzeit Software-Entwickler, Automatisierungstechniker und Ingenieure anderer Fachrichtungen.

Schwerpunkt des Unternehmens ist die Herstellung industrieller Röntgensysteme für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Zu den Kunden zählen weltweite Auftraggeber, darunter die Luftfahrt und die Automobilindustrie. Porsche, BMW und andere namhafte Fahrzeughersteller nutzen die Technik von VisiConsult. Die Röntgengeräte sind so groß, dass Bidola problemlos komplett hineinsteigen könnte. Er legt einen Achsschenkel in einen Halter der mannshohen Kabine. Dann schließt der 32–Jährige die beiden Türen, bestehend aus dicken Blei-Stahl-Blei- Sandwichplatten. „Sicherheit ist hier ein ganz großes Thema“, erklärt Lennart Schulenburg (28), der den Vertrieb im eigenen Familien-Unternehmen leitet. Das Bild von dem Achsschenkel wird aufgenommen. Sollte sich in dem Bauteil eine kleine Luftpore befinden, erkennt Bidola sie als hellen Punkt auf seinem Bildschirm.

„XRH 222 TL“ heißt die industrielle Röntgenanlage, die etwa drei Meter lang, drei Meter breit und drei Meter hoch ist. Mit dem XXL-Gerät lassen sich Gussteile, Schweißnähte und Verbundwerkstoffe untersuchen.

„Als experimenteller Röntgenphysiker habe ich zusammen mit meinem Ingenieurteam Spaß daran, an neuen und herausfordernden Aufgaben zu arbeiten, indem wir neue Strategien entwickeln. Das macht meinen Job sehr attraktiv“, sagt Bidola. VisiConsult-Kunden möchten wissen, ob in ihren Bauteilen etwa Fehlstellen stecken. Dem großen Gerät entgeht nichts: Eine Röntgenröhre erzeugt Strahlen, die mit einem Detektor in Echtzeit aufgenommen werden. „Es funktioniert wie das Röntgen beim Arzt“, erklärt Schulenburg. Hier werden nur keine Unterarme, sondern eben Bauteile untersucht. Das Besondere an den Röntgengeräten von VisiConsult sei die automatische Bildauswertung, erklärt Schulenburg. In den Geräten befindet sich ein Roboter, der die Bauteile dreht und sie im Falle eines Defektes automatisch aussortiert.

Die Applikationsabteilung von Bidola prüft, wie eine Anlage für ein bestimmtes Bauteil technisch am Ende aussehen könnte. Dann wird die Anlage konstruiert und gebaut. Bis sie dann irgendwo auf der Welt eingesetzt wird.

Rüdiger Jacob

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