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Wirtschaft im Norden Was bleibt 2018 im Portemonnaie?
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18:17 23.12.2017
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Düsseldorf

„Die Einkommensentwicklung bleibt günstig. Wir haben einen in weiten Teilen leer gefegten Arbeitsmarkt“, sagt der Konjunkturexperte Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Dies beflügele die Lohnentwicklung. Gleichzeitig halte sich der Anstieg der Inflationsrate in Grenzen. Das Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute geht davon aus, dass die real verfügbaren Einkommen im kommenden Jahr mit 1,8 Prozent zwar etwas schwächer wachsen werden, als in diesem Jahr. Doch bleibt am Ende immer noch ein Plus im Geldbeutel.

Hinzu kommt, dass sich der Staat beim Zugriff auf das zusätzlich verdiente Geld zumindest ein Stück weit zurückhält: Die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze steigen 2018 um 1,65

Prozent. Damit soll die Inflation ausgeglichen werden. Der Grundfreibetrag in der Einkommenssteuer erhöht sich außerdem 2018 für Ledige auf 9000 Euro – das ist ein Plus von 180 Euro gegenüber dem Vorjahr. Für Verheiratete gilt der doppelte Betrag.

Doch nicht nur Arbeitnehmer dürften 2018 mehr im Geldbeutel haben. Auch die rund 21 Millionen Rentner können im Sommer mit einer Erhöhung ihrer Bezüge um rund drei Prozent rechnen, prognostiziert die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach. Wer nach 45 Jahren mit Durchschnittseinkommen auf 1396 Euro Rente (West) oder 1336 Euro (Ost) kommt, bekommt 42 beziehungsweise 40 Euro mehr im Monat.

Aber auch wer Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II erhält, bekommt ab dem 1. Januar 2018 zumindest etwas mehr Geld. Allerdings sind die Aufschläge bescheiden: Die Regelsätze erhöhen sich um drei bis sieben Euro. So erhalten Alleinstehende künftig 416 statt 409 Euro. Das Kindergeld steigt ebenfalls zum Jahreswechsel, um zwei Euro pro Kind. Für das erste und zweite Kind gibt es künftig dann jeweils 194 Euro, für dritte Kinder 200 Euro und für alle weiteren 225 Euro pro Monat.

Doch einiges wird auch teurer. So müssen sich Gutverdiener auf höhere Beiträge zur Sozialversicherung einstellen. Denn auch 2018 steigt die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung Sozialbeiträge gezahlt werden müssen. Der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt dadurch etwa um 5,48 Euro auf 323,03 Euro im Monat.

Dafür sinkt der Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent. Bei einem Bruttoverdienst von 3000 Euro monatlich führt dies zu einer Entlastung von 1,50 Euro für Arbeitnehmer.

LN

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