Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Weinernte besser als erwartet
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Weinernte besser als erwartet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:41 21.10.2016
Viele Winzer können sich über höhere Erträge freuen als zunächst erwartet. Quelle: Hildenbrand/ Dpa
Anzeige
Bodenheim

. Die deutschen Winzer holen in diesem Jahr mehr Trauben aus ihren Weinbergen als zum Erntebeginn erwartet. Die Schätzungen gingen für Deutschland von einem Ertrag von neun Millionen Hektolitern aus, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) mit Sitz in Bodenheim (Rheinland-Pfalz) mit. Das sei ein durchschnittlicher Wert. Sowohl das DWI als auch die Weinbauverbände waren zunächst von leicht unterdurchschnittlichen Erträgen ausgegangen.

Allerdings seien die Ernten regional und lokal sehr unterschiedlich ausgefallen, erklärte das DWI, das sich auf eine Erhebung des Deutschen Weinbauverbandes stützt. Die feuchte Witterung im Frühjahr führte dazu, dass sich unter anderem der Falsche Mehltau stark ausbreitete. Die Winzer mussten viel spritzen und ausschneiden, um ihre Ernten zu retten.

In Rheinland-Pfalz sticht 2016 das Anbaugebiet Mittelrhein hervor. Dort wird 17 Prozent mehr Ertrag erwartet als im Fünf-Jahres- Mittel. Die Pfalz liegt genau im Durchschnitt. In Rheinhessen wird mit vier Prozent weniger gerechnet, an der Ahr mit drei Prozent weniger. Schlechter sieht es an Mosel und Nahe aus: Dort liegt die Ernteschätzung bei sieben beziehungsweise neun Prozent weniger. In Baden und in Württemberg erwarten die Experten sechs und drei Prozent mehr Wein. In Franken wird sogar mit zwölf Prozent über dem Durchschnitt gerechnet. Besonders auffällig sind die Werte für Ostdeutschland, also die Anbaugebiete Sachsen und Saale-Unstrut: 55 und 23 Prozent mehr als sonst sollen dort in Fässern und Tanks landen.

Mit der diesjährigen Qualität ist das DWI sehr zufrieden. Die Trauben seien gut ausgereift und sehr gesund – das verspreche „fruchtbetonte Weißweine und farbkräftige Rotweine“. Die Lese ist nun fast vorbei, derzeit werden noch spätreife Sorten wie Riesling und Spätburgunder hereingeholt. In anderen Teilen Europas hat die extreme Witterung zu erheblichen Ertragsverlusten geführt – vor allem auf Zypern, in Kroatien und Österreich.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Südzucker & Co.: Branchenriesen wegen Kartellabsprachen vor Gericht.

21.10.2016

Der frühere CDU-Spitzenmann leitet seit einem Jahr das Elmshorner Unternehmen – als Nachfolger von Hans Heinrich Driftmann.

21.10.2016

. In der Samsung-Heimat Südkorea hat der Verkauf des iPhone 7 vom Konkurrenten Apple begonnen. Samsung hatte kürzlich sein Galaxy Note 7 wegen Explosionsgefahr vom Markt nehmen müssen.

21.10.2016
Anzeige