Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Weitere Investitionen in die Spitzenforschung
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Weitere Investitionen in die Spitzenforschung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 22.04.2016
Ab 2019 beginnt die dritte Exzellenzinitiative. Quelle: Fotos: Burg, Rehder/dpa

Mit gut einer halben Milliarde Euro pro Jahr für Spitzenforschung wollen Bund und Länder den Wissenschaftsstandort Deutschland dauerhaft stärken. 385 Millionen Euro sollen künftig an 45 bis 50 sogenannte Exzellenzcluster (Forschungsverbünde) fließen. Weitere 148 Millionen Euro gehen als zweite Förderlinie an acht bis elf besonders profilierte Exzellenz-Universitäten oder Hochschulverbünde. Das teilten Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und die Bremer Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) in Berlin zur Fortsetzung der eigentlich 2017 auslaufenden Exzellenzinitiative mit.

Die Kosten für das Elite-Programm teilen sich der Bund und die Länder weiterhin im Verhältnis drei Viertel zu ein Viertel, hieß es. Wissenschaftsministerin Kristin Alheit lobte die Einigung. „Die Exzellenzinitiative steht vor einer fundamentalen Weichenstellung. Insbesondere die Entscheidung für die Exzellenzcluster ist für die Hochschulen in Schleswig-Holstein eine große Chance. Sie erlaubt Universitäten die Zusammenarbeit und stärkt damit auch viele Hochschulen, die nicht zur kleinen Anzahl Exzellenz-Unis zählen.“

Der Wettbewerb zur Exzellenzinitiative soll nach dem Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) mit einer Ausschreibung in diesem Sommer beginnen und erst 2019 in den Start der neuen Elite-Unis münden. Eine Überbrückungsfinanzierung für bis zu zwei Jahre sichert derzeit laufende Spitzenforschungsprojekte.

Die seit 2006 mit bislang 4,6 Milliarden Euro bezuschusste Exzellenzinitiative solle „Spitzenforschung in Deutschland weiter nach vorn bringen“, und zwar nachhaltig, so Wanka. Das Konzept habe auf Dauer Bestand. Berlin könne mit der neuen Vereinbarung erstmals in eine kontinuierliche Förderung von Universitäten einsteigen.

Um sich ab 2019 als Exzellenz-Universität bezeichnen zu dürfen, müssen sich bewerbende Hochschulen zwei, im Falle von Verbünden drei Exzellenzcluster vorweisen . Wegfallen soll künftig die bisherige dritte Förderlinie, die Graduiertenschulen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Diese Kollegs werden in die Strukturen der Universitäten überführt oder bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft angedockt. Wanka rief alle Hochschulen dazu auf, mit ihrem „gesamten Fächerspektrum“ in den Wettbewerb zu gehen — wenn es ihnen um „Forschung von Weltklasse“

gehe.

In der ersten Förderphase von 2006 bis 2012 hatten vier Projekte aus Schleswig-Holstein eine Förderung erhalten, unter anderem die Graduiertenschule „Computing in Medicine and Life Sciences“ der Universität zu Lübeck.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Meilenstein für eines der größten Unternehmen im Land: Die Lübecker Birgroup Holding feierte gestern Richtfest für einen Verwaltungsneubau sowie neue Werkshallen.

22.04.2016

Sylt schränkt den Bau und die Vermietung von Ferienwohnraum ein: Die Gemeindevertretung beschloss, dass in Häusern ab 130 Quadratmeter Größe künftig mindestens 60 ...

22.04.2016

107 Millionen Euro mehr Fördermittel im Land bereitgestellt — Rückgang in Lübeck — Energiewende beflügelt die Konjunktur.

22.04.2016
Anzeige