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Wirtschaft im Norden Weiterhin Streit ums Dosenbier
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12:49 11.08.2018
Hintergrund sind sogenannte Bordershops in der Nähe der dänischen Grenze. Dort können Menschen mit dänischem Wohnsitz unter anderem dänisches Dosenbier pfandfrei einkaufen, wenn sie unterschreiben, dass sie es nur in Dänemark trinken Quelle: Carsten Rehder/dpa
Berlin

Pfandfreies Dosenbier an der deutsch-dänischen Grenze ist seit Jahren ein Streitthema zwischen Berlin, Kopenhagen und Kiel – und bisher ist keine Lösung in Sicht. Eine gemeinsame Erklärung der deutschen, dänischen und schleswig-holsteinischen Umweltminister werde nicht umgesetzt, da Dänemark die Voraussetzungen dafür nicht schaffe, schreibt die Bundesregierung auf eine Linke-Anfrage. Man stehe dazu „in regelmäßigem Kontakt mit der dänischen Seite“.

Hintergrund sind sogenannte Bordershops in der Nähe der dänischen Grenze. Dort können Menschen mit dänischem Wohnsitz unter anderem dänisches Dosenbier pfandfrei einkaufen, wenn sie unterschreiben, dass sie es nur in Dänemark trinken. Dänen machen von dieser Möglichkeit gern Gebrauch, weil Deutschland viel weniger Steuern auf Alkohol erhebt als Dänemark. Außerdem entgehen sie auf diese Weise sowohl der dänischen als auch der deutschen Pfandpflicht.

Nach Auffassung der schleswig-holsteinischen Behörden darf das deutsche Pfand entfallen, da die Dosen als Abfall ja nicht in Deutschland anfallen. In Dänemark allerdings trügen die Dosen, so schreibt die Bundesregierung, „erheblich“ zur Vermüllung bei. 2015 beschlossen die Umweltminister aus Kiel, Kopenhagen und Berlin einen bisher nicht umgesetzten Kompromiss: Auf die in Deutschland gekauften Dosen wird das dänische Pfand von 13 Cent erhoben und für die Rückgabe werden in Dänemark Stationen eingerichtet.

LN

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