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Wirtschaft im Norden Welt der Wirtschaftswunder
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20:15 19.10.2013

Haben Sie am Montag auch diesen Krach gehört? Es war der alte Alfred Nobel. Immer wenn Wirtschaftsnobelpreise vergeben werden, sprengt er sich mit seinem erfundenen Dynamit posthum in die Luft.

Diesen Preis hatte er in seinem Testament mit keinem Satz erwähnt. Erst 1968 stiftete die Schwedische Reichsbank den Nobelpreis für Wirtschaft. Seitdem kommt Nobel nicht zur Ruhe, zumal wieder US-Ökonomen ausgezeichnet worden sind.

Die deutschen (Fast)Nobelpreisträger meinten im Frühjahr 2012, die Wirtschaft würde in diesem Jahr um zwei Prozent wachsen. Im Herbst war es noch ein Prozent. Als sie im Frühjahr 2013 vor Optimismus sprühten, schraubten sie ihre Prognose auf +0,8% herab, um sie jetzt im Herbstgut(schlecht-)achten wieder zu halbieren — so kurz nach der Bundestagswahl. Ich würde bis zum Jahresende warten. Für 2014 kündigen die Forscher den Aufschwung an. Noch mehr Aufschwung? Sind wir nicht mittendrin mit so vielen Rekorden? Beschäftigung, Konsum, ifo, Hartz IV... Nein? Wenn Sie wirklich wissen wollen, was 2014 bringt, fragen Sie Ihre Windschutzscheibe oder lassen es einfach. Aber was hat das BIP mit dem Dax zu tun? Soviel wie die untergehende Sonne mit der Wasserrechnung.

Ach ja, die USA erhöhen jetzt doch wieder ihre Schuldenobergrenze. Hat irgend jemand daran gezweifelt? Nicht die Börsen! Früher haben sie die Regierungen noch erpresst. Heute machen sie sich über sie lustig. Neben China und Japan ist die US-Notenbank FED der größte Gläubiger der US-Regierung. Die USA sind bei sich selbst am höchsten verschuldet. Ist das nicht auch einen Wirtschaftsnobelpreis wert?

• Weitere Analysen von Frank Meyer

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www.LN-online.de/frank_meyer

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