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Wirtschaft im Norden Weltwirtschaft wächst zu langsam
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21:24 04.10.2016

Die Weltwirtschaft bleibt ein Sorgenkind, auch wenn der Abwärtstrend beim Wachstum einigermaßen gebremst ist. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem Herbstgutachten seine Wachstumsprognose im Vergleich zum Juli nur deshalb nicht zurücknehmen müssen, weil „einige positive Überraschungen“ in Europa und Japan die enttäuschenden Wachstumsdaten aus den USA ausgleichen und die Auswirkungen des Brexit-Votums in Großbritannien bisher nicht so schlimm waren wie befürchtet.

Der Herbstprognose des IWF zufolge soll die weltweite Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 3,1 Prozent, im nächsten Jahr um 3,4 Prozent wachsen. Dem Brexit-Land Großbritannien prophezeit der IWF Ungemach für die Zukunft: Dort soll das Wachstum im nächsten Jahr von derzeit 1,8 Prozent auf nur noch 1,1 Prozent rutschen. Besser als in der insgesamt nur um 1,6 Prozent wachsenden Gruppe der Industrieländer geht es in den Schwellenländern. Deren Wachstum hat sich bei 4,2 Prozent gefangen. Auch in Russland gebe es dank anziehender Ölpreise wieder einen Aufwärtstrend. Schwierig sei die Lage dagegen im südlichen Afrika. Dort habe die Prognose deutlich nach unten korrigiert werden müssen. Obstfeld forderte die wohlhabenderen Länder in Europa, vor allem Deutschland, dazu auf, mehr für das Ankurbeln von Wachstum und zur Verhinderung von Deflation zu tun. Er wandte sich zudem gegen Tendenzen, die Globalisierung zurückzudrehen. „Es ist lebenswichtig, die Möglichkeiten zunehmender Handelsintegration zu erhalten“, sagte Obstfeld.

LN

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