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20:10 08.01.2018
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Hamburg/Kiel

Mehrere Finanzinvestoren hätten fristgerecht zum Ende vergangener Woche ihre endgültigen Angebote für die Ex-Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein eingereicht, bestätigten Sprecher beider Länder der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Kiels Finanzministerin Monika Heinold verbreitet Zuversicht. „Es lohnt sich, mit Volldampf ins neue Jahr zu starten, Zeit und Kraft in den Prozess zu stecken. Es zeichnet sich ab, dass der Verkauf gelingen kann“, sagt die Grünen-Politikerin. Geprüft werde nun neben dem Kaufpreis auch die Eignung der Bieter und das vorgeschlagene künftige Geschäftsmodell der Bank. Dann wollen die Länder entscheiden, mit wem sie zu Ende verhandeln. Im Rennen waren laut Medienberichten zuletzt noch die Firmen Apollo, Socrates sowie das Konsortium aus Cerberus und Christopher Flowers, der bereits gut fünf Prozent der Anteile an der HSH Nordbank hält.

Die beiden Bundesländer müssen die HSH Nordbank bis zum 28. Februar verkauft haben. So hat es die EU-Kommission verlangt. Im Gegenzug genehmigte sie für eine Übergangszeit die staatlichen Milliardenhilfen der beiden Länder für die HSH. Die Ex-Landesbank, die auch ein großer Schiffsfinanzierer ist, war 2008 im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise und der anschließenden Schifffahrtskrise ins Straucheln geraten und musste von den Ländern unter anderem mit einer Zehn-Milliarden-Euro- Garantie gestützt werden.

Wenn Ende Januar die Entscheidung für einen Bieter gefallen ist, soll mit ihm im Februar ein Vorvertrag in Form einer verbindlichen Absichtserklärung ausgearbeitet werden. Die endgültige Vertragsausgestaltung könnte laut Experten dann noch einmal ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Von der Höhe des Kaufpreises wird abhängen, wie viele Milliarden Euro an Rettungskosten bei den Ländern hängenbleiben – und letztendlich vom Steuerzahler bezahlt werden müssen.

wh

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