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Wirtschaft im Norden Wer malt die kunstvollsten Buchstaben?
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18:13 19.08.2017
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Nürnberg

. Sie hatte den deutschen Stifteherstellern einen Boom beschert – die Lust von Erwachsenen am Bilderbuch-Ausmalen zwang im Vorjahr die Branche zu Sonderschichten. Inzwischen ist der Buntstift-Hype erst einmal vorbei. Seit ein paar Monaten, so heißt es beim Stiftehersteller Staedtler Mars, bewege sich das Ganze eher in Richtung einer „klassischen Hobby-Beschäftigung“. Andere sprechen von einem Rückgang auf „Normalniveau“.

Umsatzsorgen haben die Großen der Branche – ganz gleich ob Staedtler Mars, Schwan-Stabilo oder Faber-Castell – deswegen trotzdem nicht. Denn schon verspricht den Firmen der nächste Selbstmachtrend gute Geschäfte: das „Handlettering“. Hinter dem englischen Begriff verbirgt sich die Lust am Zeichnen und Malen von Buchstaben. Nach Einschätzung von Branchenkennern ist das der neueste Trend der „Do-it-Yourself“-Welle – angeblich eine Gegenbewegung zur Digitalisierung von Alltag und Freizeit.

„Hier geht es nicht wie bei der Kalligraphie um Perfektion, sondern um eine spielerische Auseinandersetzung mit dem Thema Schrift“, stellt Faber-Castell-Sprecherin Sandra Suppa klar. Im Geschäftsjahr 2015/ 2016 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 631 Millionen Euro – zehn Prozent mehr als im Jahr davor.

Nach Einschätzung von Marion Korbel vom Stifte- und Rucksack-Hersteller Schwan-Stabilo ist das Handlettering im Grunde genommen die Weiterentwicklung des Ausmaltrends. Sie ist davon überzeugt, dass viele Ausmalfans nach und nach zum Handlettering „konvertieren“ werden. Getrieben wird der Trend wie so oft von Bloggerinnen, wie der Münchner Lettering-Expertin Tanja Cappell und der Nürnberger Designerin und Typographie-Künstlerin Hannah Rabenstein.

LN

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