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Wirtschaft im Norden Wie hoch ist die Zahl der belasteten Eier?
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20:24 16.08.2017
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Berlin

. Das Bundeslandwirtschaftsministerium bleibt bei der Zahl von 10,7 Millionen möglicherweise mit dem Pflanzenschutzmittel Fipronil belasteten Eiern, die aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert wurden. Niedersachsen geht von einer sehr viel höheren Zahl aus.

Aus Sicht des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit führe es zu einer „massiven Überschätzung“ der Zahl, wenn man die vom europäischen Schnellwarnsystem übermittelten Zahlen „rein mathematisch“ zusammenführe, sagte eine Sprecherin des Ministeriums gestern in Berlin. Die Zahl 10,7 Millionen sei die Zahl der in Deutschland bekannten Fälle, bei denen in Eiern Fipronil nachgewiesen worden sei.

Nach Angaben des niedersächsischen Landesagrarministers sind alleine in das Bundesland 35,3 Millionen Eier geliefert worden, die möglicherweise mit Fipronil belastet waren. Dies gehe aus Daten des EU-Schnellwarnsystems hervor, sagte Christian Meyer (Grüne). Zuvor hatte die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, dass allein nach Niedersachsen 28,1 Millionen Stück gelangt seien, und sich ebenfalls auf eine Auswertung von Daten des europäischen Schnellwarnsystems berufen.

Sowohl der Handel als auch die Länderbehörden hätten seit Bekanntwerden des Skandals potenziell betroffene Eier aus dem Handel genommen, sagte die Sprecherin. „Diese 28 Millionen, die da jetzt genannt werden und vielleicht in irgendeinem System potenziell vorhanden sind, sind nicht die Eier, die tatsächlich dann auch verkauft wurden.“

Die Verwendung des Giftes bei Tieren ist verboten. Trotzdem wurden in Eiern aus Betrieben mehrerer Länder Rückstände des Mittels nachgewiesen. Sie sind vermutlich in 17 Staaten geliefert worden.

Woher ein Ei stammt, können Verbraucher anhand der Codierung, die auf dem Ei aufgedruckt ist, erkennen. Jedes Land hat dort eine Kennung. Auch auf der Packung findet sich ein Länderkürzel – dieses gibt Auskunft darüber, wo die Eier verpackt wurden.

LN

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