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Wirtschaft im Norden Windkraft: Demo für Ausbaustopp
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20:10 19.02.2018
Penzlin

Letztlich zahlten heimische Verbraucher den Umbau des Stromnetzes und nicht die Nutznießer der Wind- und Solarparks sowie anderer Ökostromerzeuger, kritisiert Schumacher: „Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg werden zu ,Strom-Exportkolonien’.“ Die Einwohner finanzierten einen Ausbau des Netzes, der für die dort lebenden Menschen gar nicht nötig wäre. Schumacher forderte die im Landtag vertretenen Parteien auf, sich bei dem Thema den Interessen der Bürger zuzuwenden. „Wir sollten den Protest gegen Windparks, wie in der Friedländer Großen Wiese, nicht rechten Gruppierungen oder der AfD überlassen“, sagte der Parteivorsitzende. Das verstärke die Politik- und Parteienverdrossenheit.

Der Energiedienstleister Edis (Demmin/Fürstenwalde) hatte mitgeteilt, dass im Osten Mecklenburg-Vorpommerns und in Brandenburg nur an Land zurzeit viermal mehr Ökostrom erzeugt wird, als maximal verbraucht werden kann. Die bisher 36000 dezentralen Ökostrom-Produzenten, darunter auch Agrarbetriebe und Haushalte, hätten eine Kapazität von mehr als 10000 Megawatt erreicht, was Edis eine „Schallmauer“ nannte. Das sei etwa die Leistung aller noch am Netz laufenden Kernkraftwerke in Deutschland.

Edis verteilt den an Land erzeugten Ökostrom zwischen Herstellern und dem Hochspannungsnetzbetreiber 50Hertz, der ihn zu Großverbrauchern leiten soll. Die Offshore-Windparks der Ostsee laufen direkt an 50Hertz.

LN

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