Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 8 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
„Wir haben das Schlimmste hinter uns“

Frankfurt am Main „Wir haben das Schlimmste hinter uns“

Nach Milliardenverlusten und einem Absturz an der Börse erwartet die Deutsche Bank bessere Zeiten.

Voriger Artikel
Kongress: Inhaftierte Journalisten in Türkei freilassen
Nächster Artikel
Kartellamt billigt Zusammenarbeit von Edeka und Budnikowsky

Optimistisch: John Cryan, Vorstandschef der Deutschen Bank.

Quelle: Foto: Dpa

Frankfurt am Main. .   Die Deutsche Bank sieht sich bei der Aufarbeitung milliardenschwerer Altlasten auf der Zielgeraden und blickt nach verlustreichen Umbaujahren mit Zuversicht nach vorne. „Auch wenn es weitere offene Fälle gibt: Wir gehen davon aus, dass wir das Schlimmste hinter uns haben“, sagte Konzernchef John Cryan gestern bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns in Frankfurt.

In einer ZDF-Reportage über Deutschlands größtes Geldhaus war am Vorabend die Zahl von 8000 noch offenen Rechtsstreitigkeiten genannt worden. 15 davon schätze das Institut als Hochrisiko- Fälle ein, sagte Rechtsvorstand Karl von Rohr. Für mögliche weitere juristische Niederlagen hat die Deutsche Bank 3,2 Milliarden Euro zurückgelegt. Weil viele der teuren Rechtsstreitigkeiten auf riskante Geschäfte in den Jahren vor der Finanzmarktkrise 2007/2008 zurückreichen, will die Bank ehemalige Vorstände zur Kasse bitten. Der Aufsichtsrat setze sich „seit längerer Zeit (...) sehr detailliert und umfassend mit der Frage auseinander, ob den seinerzeit amtierenden Vorstandsmitgliedern eine persönliche oder kollektive Verantwortung für Fehler der Vergangenheit zukommt“, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Paul Achleitner. Der Aufsichtsrat befinde sich in „fortgeschrittenen Gesprächen“. In den nächsten Monaten werde es eine Regelung geben, die einen „wesentlichen finanziellen Beitrag der Betroffenen sicherstellt“. Boni in Millionenhöhe liegen auf Eis.

Betroffen sind elf inzwischen ausgeschiedene Vorstände, darunter die Ex-Vorstandschefs Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Allein bei Jain soll es um 5,3 Millionen Euro gehen.

Geschäftlich laufe es zunehmend besser. Er sehe nach dem Jahresstart „den Aufwärtstrend bestätigt“, sagte Vorstandschef Cryan. „Auf zahlreichen Feldern läuft das Geschäft vielversprechend.“ Als Beispiel führte er Börsengänge in den USA an, wo die Bank im ersten Quartal die Nummer eins gewesen sei. 2017 sei ein „weiteres Jahr des Umbaus, aber unter besseren Vorzeichen“, sagte Cryan. Für 2015 und 2016 sollen die Aktionäre eine Mini-Dividende von 19 Cent je Aktie erhalten. Mit der Zahlung solle ein jahrelanger Rechtsstreit verhindert werden.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 12.604,00 +0,01%
TecDAX 2.276,75 +0,06%
EUR/USD 1,1183 -0,24%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 83,37 +1,08%
Henkel VZ 124,48 +0,71%
FRESENIUS... 76,16 +0,63%
DT. BANK 16,50 -1,76%
BMW ST 83,94 -1,47%
E.ON 7,51 -1,43%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 142,29%
Crocodile Capital MF 117,54%
Fidelity Funds Glo AF 104,49%
NORDINTERNET AF 98,93%
Allianz Global Inv AF 93,44%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.