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„Wir haben das Schlimmste hinter uns“

Frankfurt am Main „Wir haben das Schlimmste hinter uns“

Nach Milliardenverlusten und einem Absturz an der Börse erwartet die Deutsche Bank bessere Zeiten.

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Optimistisch: John Cryan, Vorstandschef der Deutschen Bank.

Quelle: Foto: Dpa

Frankfurt am Main. .   Die Deutsche Bank sieht sich bei der Aufarbeitung milliardenschwerer Altlasten auf der Zielgeraden und blickt nach verlustreichen Umbaujahren mit Zuversicht nach vorne. „Auch wenn es weitere offene Fälle gibt: Wir gehen davon aus, dass wir das Schlimmste hinter uns haben“, sagte Konzernchef John Cryan gestern bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns in Frankfurt.

In einer ZDF-Reportage über Deutschlands größtes Geldhaus war am Vorabend die Zahl von 8000 noch offenen Rechtsstreitigkeiten genannt worden. 15 davon schätze das Institut als Hochrisiko- Fälle ein, sagte Rechtsvorstand Karl von Rohr. Für mögliche weitere juristische Niederlagen hat die Deutsche Bank 3,2 Milliarden Euro zurückgelegt. Weil viele der teuren Rechtsstreitigkeiten auf riskante Geschäfte in den Jahren vor der Finanzmarktkrise 2007/2008 zurückreichen, will die Bank ehemalige Vorstände zur Kasse bitten. Der Aufsichtsrat setze sich „seit längerer Zeit (...) sehr detailliert und umfassend mit der Frage auseinander, ob den seinerzeit amtierenden Vorstandsmitgliedern eine persönliche oder kollektive Verantwortung für Fehler der Vergangenheit zukommt“, sagte der Vorsitzende des Kontrollgremiums, Paul Achleitner. Der Aufsichtsrat befinde sich in „fortgeschrittenen Gesprächen“. In den nächsten Monaten werde es eine Regelung geben, die einen „wesentlichen finanziellen Beitrag der Betroffenen sicherstellt“. Boni in Millionenhöhe liegen auf Eis.

Betroffen sind elf inzwischen ausgeschiedene Vorstände, darunter die Ex-Vorstandschefs Josef Ackermann, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Allein bei Jain soll es um 5,3 Millionen Euro gehen.

Geschäftlich laufe es zunehmend besser. Er sehe nach dem Jahresstart „den Aufwärtstrend bestätigt“, sagte Vorstandschef Cryan. „Auf zahlreichen Feldern läuft das Geschäft vielversprechend.“ Als Beispiel führte er Börsengänge in den USA an, wo die Bank im ersten Quartal die Nummer eins gewesen sei. 2017 sei ein „weiteres Jahr des Umbaus, aber unter besseren Vorzeichen“, sagte Cryan. Für 2015 und 2016 sollen die Aktionäre eine Mini-Dividende von 19 Cent je Aktie erhalten. Mit der Zahlung solle ein jahrelanger Rechtsstreit verhindert werden.

LN

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