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„Wir haben noch reichlich im Köcher“

Lübeck „Wir haben noch reichlich im Köcher“

Tash-Interims-Geschäftsführer Frank Behrens über Veränderungen und Chancen im Ostsee-Tourismus.

Lübeck. Haben sich die Ansprüche der Touristen an die Unterkünfte in Schleswig-Holstein verändert?

Wir haben in der Entwicklung des Tourismus in Schleswig-Holstein seit etlichen Jahren ein Wachstum über dem Bundesdurchschnitt – und wir wachsen besonders stark bei den Hotels.

Außerdem stellen wir eine deutliche Veränderung im Reiseverhalten der Gäste fest. Heute wird kurzfristiger gebucht, man verreist häufiger für drei, vier, fünf Tage, man ist reiseerfahren, man ist qualitätsbewusst. Und die Gäste buchen häufiger ein Hotel, weil sie nicht mehr selbst kochen oder putzen möchten und gerne den Service eines Hotels in Anspruch nehmen. Seit knapp zehn Jahren haben wir auch Hotels, die genau diesem Zeitgeist entsprechen. Das „Strandgut-Resort“ in St.

Peter-Ording war 2008 das erste dieser neuen Garnitur, die entstanden ist, gefolgt vom „Beach Motel One“ und der „Zweiten Heimat“. Die Ostseeküste hat das „Bayside“ in Scharbeutz, das „Meereszeiten“, das „Beach Motel“ und die „Bretterbude“ in Heiligenhafen. Wir haben mit dem „Strandkind“ ein Familienhotel in Neustadt – da ist sehr viel passiert, womit man auf die Bedürfnisse der Gäste anspricht.

Wie zeigt sich das konkret?

In den öffentlichen Bereichen der Hotels ist heute viel mehr Wohlfühl-Qualität vorhanden – wie in einem großen Wohnzimmer. Die Gastronomie hat sich völlig verändert, ist offener, nicht mehr so starr wie früher. Das gilt auch für die Bars und Cafés, die angegliedert sind. Das Hotel ist nicht mehr nur zum Schlafen und Essen da, sondern hat einen Wohlfühlfaktor, der sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche zieht. Das geht vom Zwei-Sterne-Hotel wie der „Bretterbude“ einem Haus für Kiter, Surfer, Sportler in Heiligenhafen, bis zur Fünf-Sterne-plus-Kategorie wie dem Weissenhaus Grand Village Resort.

Gibt es in der Konzeption der Hotels eine größere Vielfalt?

Das ist heute der Schlüssel zum Erfolg. Es wird immer schwieriger, sich von der Masse abzuheben. Das kriegt man nur hin, indem man sich bei einem neuen Projekt ganz viel Zeit nimmt, ein Leitbild zu entwickeln: Wofür möchte ich mit meinem Hotel stehen? Was möchte ich meinen Gästen bieten? Dann kommen erst die Architekten, dann erst kommt das Design.

Dann erst kriege ich die Individualität, das Anderssein hin; dann bin ich ganz nah an einer Zielgruppe dran, die genau das sucht. Sie brauchen heute eine Zielgruppenschärfe, um erfolgreich zu sein.

Gibt es da noch Nachholbedarf?

Das wäre der falsche Begriff. Wir haben den Bedarf, aber wir haben auch noch reichlich im Köcher: In Neustadt bekommen wir mit dem „Arborea Resort“ ein Hotel einer ganz neuen Kategorie. Wir werden ein „Motel One“ Hotel in Lübeck haben, wir bekommen neben Grömitz ein zweites „a-ja-Hotel“ in Travemünde. Und wir haben in vielen Orten Hotels, die ihr Konzept umstellen und einen gewaltigen Qualitätssprung machen. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Regine Ley

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