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Wirtschaft im Norden Wird der HSH-Prozess neu aufgerollt?
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21:17 26.04.2016

Kommt es zu einer Neuauflage des HSH-Nordbank- Prozesses, diesmal vor dem Bundesgerichtshof? Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet unter Berufung auf Justiz- und Finanzkreise, dass sich nach der Hamburger Staatsanwaltschaft nun auch die Bundesanwaltschaft einer Revision angeschlossen und beim Bundesgerichtshof die Aufhebung des Urteils beantragt haben soll. Es geht um den Freispruch mehrerer Ex-Nordbank-Manager vor dem Landgericht Hamburg 2014.

Ein Jahr lang standen zuvor sechs ehemalige Vorstände vor Gericht, darunter auch die Ex-Vorstandschefs Hans Berger und Dirk Jens Nonnenmacher. Der Vorwurf gegen sie: Untreue, gegen Nonnenmacher auch Bilanzfälschung. Es ging um einen Deal namens „Omega 55“ aus dem Jahr 2007, ein undurchsichtiges Geschäft, bei dem sich die HSH und die französische Großbank BNP Paribas gegenseitig Milliarden-Risiken abnahmen. Am Ende ging das Landgericht von einem Schaden für die HSH von 30 Millionen Euro aus, erkannte auch eine Pflichtverletzung bei den Vorständen. Das alles habe aber die Grauzone in Richtung Strafbarkeit nicht überschritten. Die Hamburger Staatsanwalt ging in Revision, das Landgericht habe die Frage, wie sorgfältig ein Kaufmann seine Entscheidungen abwägen müsse, nicht streng genug ausgelegt. Die HSH Nordbank selbst hat sich zu dem juristischen Verfahren nicht geäußert, heißt es. Im Falle einer Verurteilung könnte sie aber Schadenersatzforderungen gegen ihre Ex-Vorstände erheben.

Von wh

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