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Wirtschaft im Norden Wirtschaft: Beton-Röhren für den Sundtunnel gleich mitbauen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Wirtschaft: Beton-Röhren für den Sundtunnel gleich mitbauen
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21:16 30.08.2013

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck fordert zu prüfen, ob beim Bau des Fehmarnbelttunnels die Betonelemente für einen Fehmarnsundtunnel aus Ersparnisgründen nicht gleich mitgegossen werden können. Die Kammer macht sich genauso wie die Kieler Landesregierung dafür stark, dass am Sund zügig eine neue Querung gebaut wird, damit dort kein Nadelöhr entsteht. Die bestehende, knapp 1000 Meter lange Fehmarnsundbrücke hält statischen Berechnungen zufolge den Belastungen der Güterzüge, die mit Fertigstellung des Tunnels am Belt rollen sollen, nicht stand. Das hatten Tests der Deutschen Bahn ergeben.

„Wenn die dänische Produktionsstätte freie Kapazitäten hat und dabei Kosten eingespart werden können, wäre es durchaus denkbar, die Infrastruktur in Rødby für den Sund-Querungsbau zu nutzen“, regt Lars Schöning, amtierender Hauptgeschäftsführer der Lübecker IHK, an. Es sei allerdings zu bedenken, dass bei dieser Variante wichtige Investitionen und Arbeitsplätze aus der Region abgezogen werden.

Frank Nägele, Staatssekretär im Kieler Verkehrsministerium, begrüßt die Anregung. „Jede Variante, die eine Lösung am Sund beschleunigt, hat unsere Sympathie. Wir brauchen originelle und mutige Lösungen.“

Für den 17,6 Kilometer langen Absenktunnel, der zwischen Puttgarden (Ostholstein) und Rødbyhavn (Lolland) geplant ist, sollen 89 jeweils rund 200 Meter lange Tunnelelemente gefertigt werden. Dafür ist eigens eine Produktionsstätte auf dänischer Seite vorgesehen. Die Kosten für den Fehmarnbelttunnel tragen allein die Dänen. Der Absenktunnel nimmt zwei Bahngleise und vier Fahrspuren für Autos auf. ctö

LN

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