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Wirtschaft im Norden Wirtschaftsboom dauert an
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21:10 14.12.2017
Kiel

. Die deutsche Wirtschaft setzt ihren ungewöhnlich langen Aufschwung fort und geht mit Volldampf ins nächste Jahr. Davon sollen auch die Beschäftigten profitieren: Die Einkommen legen nach aktuellen Konjunkturprognosen zu, auch der Beschäftigungsboom hält an. Gleichzeitig gibt es Warnungen vor den Risiken eines Umschwungs. Die Produktionskapazitäten seien bereits mehr als ausgelastet.

„Die deutsche Wirtschaft brummt“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest in Berlin. Die Wirtschaft befinde sich auf dem Weg in die Hochkonjunktur. Ähnlich äußerten sich die Experten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). „Die deutsche Wirtschaft fährt unter Volldampf“, sagte Konjunkturchef Stefan Kooths. Die Wirtschaft habe aber ihren nachhaltigen Wachstumspfad verlassen. Damit steigen aus Sicht der Kieler auch die Risiken eines Konjunkturumschwungs.

Gleich mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute erhöhten ihre Konjunkturprognosen für das kommende Jahr. Die Ifo-Forscher erwarten nun statt 2,0 Prozent ein Wachstum in Deutschland von 2,6 Prozent.

Für 2017 rechnen sie mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 2,3 Prozent.

Viele Branchen florierten. Tragende Stütze bleibe der private Konsum, der begünstigt werde durch mehr Beschäftigung, höhere Arbeits- und Transfereinkommen und Steuerentlastungen. Auch in der Bauwirtschaft laufen die Geschäfte glänzend.

Das IfW rechnet im kommenden Jahr nun mit 2,5 Prozent Wachstum. Die Kieler Ökonomen hatten mehrfach vor den Gefahren einer Überhitzung der Konjunktur gewarnt. „Ein Boom mag sich gut anfühlen, er trägt aber den Keim der Krise in sich“, sagte IfW-Experte Kooths. „Je weiter die ökonomische Aktivität über das Normalmaß hinaus zulegt, desto größer werden die Risiken für eine Anpassungsrezession.“ Für die Unternehmen werde es immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden.

LN

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