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Zähes Tauziehen um Tarife im Öffentlichen Dienst

Potsdam/Lübeck Zähes Tauziehen um Tarife im Öffentlichen Dienst

Verhandlungen in Potsdam noch ohne Fortschritt.

Potsdam/Lübeck. Die Gewerkschaften drohen mit einer Ausweitung der massiven Streiks im Öffentlichen Dienst. Ein rascher Durchbruch war gestern auch nach stundenlangen Verhandlungen in Potsdam nicht in Sicht. Begleitet von lautstarken Protesten Hunderter Beschäftigter und Auszubildender hatten beide Seiten ihre Gespräche für die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen am Vormittag fortgesetzt.

 Ohne Einigungsbereitschaft der Arbeitgeber drohe eine Eskalation, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske.  Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nannte die Warnstreiks der vergangenen Tage insbesondere an mehreren deutschen Flughäfen „unverhältnismäßig und unnötig. Wir sind abschlussfähig und abschlusswillig.“ Die Beschäftigten verdienten eine angemessene Lohnerhöhung.  „Aber die Bäume wachsen nicht in den Himmel.“ Zuletzt waren Kitas, der Nahverkehr, die Müllabfuhr, Kliniken und Rathäuser immer wieder bestreikt worden. Am Mittwoch behinderten Warnstreiks den Flugverkehr.

„Die Aktionen haben ein klares Signal gesetzt“, sagte Bsirske. Die Beschäftigten hätten das Arbeitgeberangebot von drei Prozent mehr Lohn bis 2017 als „Ausdruck der Geringschätzung“ betrachtet.

Unterm Strich ergäben sich damit Reallohnverluste. „Wenn das Signal angekommen ist, kann es gelingen, ein Gesamtpaket zu schnüren.“ Verdi und der Beamtenbund dbb hatten sechs Prozent mehr für zwölf Monate gefordert. Wahrscheinlich werden sich die Gespräche in Potsdam bis morgen hinziehen. Neben einer Einigung ist ein vorläufiges Scheitern oder eine Schlichtung möglich.

Klar ist: Bis die Verhandlungsrunde beendet ist, gibt es keine weiteren Streikaktionen im Norden. „Wir warten jetzt ab, was in Potsdam herauskommt. Dann werden wir über das weitere Vorgehen beraten“, sagte Frank Schischefsky, der Sprecher von Verdi Nord, gestern Abend den LN. Am Sonnabend tagt die Bundestarifkommission. Von den Ergebnissen sei auch die weitere Strategie von Verdi im Norden abhängig — ob es wieder Warnstreiks geben oder eine Urabstimmung eingeleitet werde, sagte Schischefsky.

In Lübeck waren am Dienstag 550 Beschäftigte von Kitas, der städtischen Senioreneinrichtungen und der Stadtverwaltung auf die Straße gegangen. cri

LN

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