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Wirtschaft im Norden Zinswende muss kommen
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21:16 14.12.2017
Von Helge von Schwartz

Die niedrigen Zinsen beleben die Konjunktur. Die Menschen geben ihr Geld lieber aus, als es auf dem Sparbuch verschimmeln zu lassen: Der Immobilienmarkt boomt, Handwerker haben volle Auftragsbücher, der Dax erreicht immer neue Höhen. Und: Die Staaten können ihre Haushalte fast zum Nulltarif sanieren. Aber ewig wird das so nicht gutgehen.

Denn es gibt auch ein paar Nachteile: Sparer verzweifeln, Anbieter von Lebensversicherungen kommen in Not, Altersvorsorgen werfen nichts mehr ab. Denn wenn es kaum Zinsen gibt, wird auch der Zinseszins mickrig. Die Rechnung für den Geldkurs der EZB zahlt der Privatmann in ein paar Jahren, wenn er merkt, dass seine Lebens- oder seine Rentenversicherung weit weniger üppig ausfällt als erwartet.

Insofern muss jetzt eine allmähliche Zinserhöhung kommen. Damit kann die EZB nicht bis zur nächsten Wirtschaftskrise warten. Leider konnten sich die Währungshüter mal wieder nicht dazu durchringen – anders als die US-Zentralbank Fed.

LN

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