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Zweckverband Wismar will sechs Millionen Euro investieren

Lübow Zweckverband Wismar will sechs Millionen Euro investieren

Trinkwasser, Schmutzwasser, Regenwasser und Fernwärme: In allen Sparten will der Ver- und Entsorger modernisieren / Ein großer Brocken bleibt Bad Kleinen.

Lübow. Der Zweckverband Wismar (ZV) steht finanziell gut da. Laut Bericht des Wirtschaftsprüfers Siegfried Friedrich von einem Hamburger Unternehmen hat der ZV 2013 über 1,6 Millionen Euro mehr erwirtschaftet, als er ausgegeben hat. Für 2014 haben die Wirtschaftsprüfer sogar ein Plus von mehr als 1,9 Millionen Euro errechnet. „Das Geld brauchen wir auch dringend für unsere Investitionen“, sagt Verbandsvorsteherin Grit Glanert. Denn der Zweckverband, der 26 Kommunen mit Trinkwasser und zum Teil mit Fernwärme versorgt sowie der Schmutz- und Regenwasser entsorgt, will 2016 wieder in allen Sparten investieren. Für den Bereich Trinkwasser sind 2,07 Millionen Euro eingeplant, für Schmutzwasser 2,37 Millionen, für Regenwasser 1,38 Millionen und bei der Fernwärme sind es 460000 Euro.

Trinkwasser: Mit Kosten von 2,8 Millionen Euro war der Neubau des Wasserwerks im Benzer Ortsteil Gamehl eine der größten Investitionen des ZV der vergangenen Jahre. „Das Wasserwerk ist baulich fertig, derzeit läuft die Einfahrphase, die einige Zeit dauern wird“, sagt Grit Glanert. Sie geht aber davon aus, dass das Wasserwerk noch in diesem Monat seinen Betrieb aufnimmt. Dennoch stehen in der Rubrik „Wasserwerk Gamehl“ für 2016 noch Investitionen in Höhe von 430000 Euro. Das Geld werde unter anderem für den Abriss des alten Wasserwerks in Farpen benötigt, erklärt die Verbandsvorsteherin. Durch den Neubau in Gamehl werde das gesamte nördlich Gebiet einschließlich der Insel Poel mit Trinkwasser versorgt.

250000 Euro sind für den Neubau der Trinkwasserleitung von Rüggow nach Kalsow, einschließlich der Anbindung von Benz und Warkstorf vorgesehen. „Das ist ein gemeinschaftliches Bauvorhaben mit dem Straßenbauamt Schwerin im Zuge des Radwegebaus an der B 105“, führt Grit Glanert aus. Ebenfalls im Investitionsplan sind unter anderem: Die Neuordnung der Trinkwassersysteme am Alten Markt und am Holzplatz in Neukloster, in Gallentin, Alte Dorfstraße/ Am Damm, in Groß Krankow in der Langen Straße und am Dorfanger sowie in der Ortslage Losten.

Schmutzwasser: Der geplante Neubau der Kläranlage in Hornstorf ist mit 500000 Euro der größte Einzelposten in der Sparte. „Die alte Anlage ist verschlissen und verursacht hohe Betriebskosten“, beschreibt Grit Glanert den Ist-Zustand. Insgesamt sind für den Neubau 3,5 Millionen Euro eingeplant, die in Jahresscheiben anfallen werden. Die Wasserentsorgung in der Hauptstraße in Bad Kleinen wird 2016 weiterhin ein Thema beim Zweckverband sein. Durch Baumängel sei ein Schaden von 500000 bis 520000 Euro entstanden, so die Vorsteherin des ZVWIS. Die Staatsanwaltschaft habe zwar das Verfahren gegen die ausführende Baufirma eingestellt, doch der Zweckverband habe dagegen Widerspruch eingereicht. Dennoch müssen die Schäden behoben werden. Für die Reparatur der Grundstücksanschlüsse seien 135000 Euro an Investitionen vorgesehen.

Die Schmutzwassersysteme im Kletziner Weg in Lübow, am Alten Markt und am Holzplatz in Neukloster, in der Rathausstraße in Ventschow sowie in Groß Krankow sind ebenfalls für das nächste Jahr vorgesehen.

Regenwasserbeseitigung: Für die Weiterführung des Bauvorhabens „Niederschlagswasserbeseitigung Marina Bad Kleinen“ will der ZV im nächsten Jahr 650000 Euro ausgeben. Unter anderem soll ein Regenwassersrückhaltebecken gebaut werden. 250000 Euro sind für Bad Kleinen geplant und für 150000 Euro sollen die Regenwasserkanäle in Dorf Mecklenburg erneuert werden. Das gilt vor allem für den Bereich Karl-Marx-Straße.

Fernwärme: Beim Heizhaus in Neukloster und beim Heizhaus in Neuburg müssen die Kessel und Brenner getauscht werden. Die mechanischen Teile sind nach Auskunft des Zweckverbandes sehr verschlissen.

Durch den Neubau, für den in Neukloster im ersten Bauabschnitt 5000 und in Neuburg 65000 Euro vorgesehen sind, würden zudem die Abgasverluste reduziert und die Versorgungssicherheit erhöht.

Eingeplant sind außerdem 310000 Euro, „eher vorsichtshalber, weil wir zum Beispiel regelmäßig Teile der Rohrnetze und die technische Ausrüstung in Heizhäusern erneuern müssen“, erklärt Grit Glanert.

Sylvia Kartheuser

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