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Zwei Jahre nach ADAC-Skandal: Was wurde aus Reformplänen?

Muenchen Zwei Jahre nach ADAC-Skandal: Was wurde aus Reformplänen?

Trennung von Verein, AG und Stiftung soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

München Vor zwei Jahren flogen die Manipulationen beim ADACAutopreis „Gelber Engel“ auf. Der Club musste einräumen, dass die Wahl jahrelang gefälscht worden war. Der ADAC versprach, radikal aufzuräumen. Was wurde umgesetzt? Ein Faktencheck:

Personal: Der damalige ADAC-Präsident Peter Meyer, der Geschäftsführer sowie der Pressechef und Chefredakteur der Vereinszeitschrift „Motorwelt“ gingen 2014. Meyer ist aber weiterhin Chef des mächtigen ADAC-Regionalclubs Nordrhein. Der neue ADAC-Präsident August Markl brachte zusammen mit einem unabhängigen Beirat einen Reformplan auf den Weg.

Entflechtung: Der zentrale Punkt der „Reform für Vertrauen“, die von der ADAC-Hauptversammlung im Dezember 2014 beschlossen wurde, ist die Trennung des Vereins mit der Pannenhilfe von den wirtschaftlichen Aktivitäten. Das Geschäft mit den Schutzbrief-Versicherungen, Autokrediten und Büchern, mit dem der ADAC jährlich mehr als eine Milliarde Euro umsetzt, soll in einer eigenständigen AG gebündelt werden. Versprechen gehalten? Bisher ja, sagte der unabhängige Beirat. Es sei eine gewaltige Aufgabe, Deutschlands größten Verein mit gut 19 Millionen Mitgliedern und fast 9000 Beschäftigten neu aufzustellen. Ab Juli sollen Verein, AG und Stiftung getrennt arbeiten, bis zum Jahresende soll die Aufteilung abgeschlossen sein.

Produkttests: Wenn der ADAC Tunnel, Fähren oder Kindersitze testet, hat sein Wort als Verbraucherschützer Gewicht. Aber anders als etwa die Stiftung Warentest hat der ADAC getestete Produkte auch selbst verkauft und daran verdient. Das ist abgestellt worden.

Verein: Das Amtsgericht München prüft noch, ob der Verein seinen steuersparenden Status behält. Die Entscheidung wird wohl positiv ausfallen, sagt der Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier. Ein Gericht dürfe den Vereinsstatus nur entziehen, wenn das Geschäft Hauptzweck des Vereins sei.

Politik: Sind wirklich alle Mitglieder des ADAC gegen ein Tempolimit auf Autobahnen? Künftig will der Autoclub die Meinung seiner Mitglieder repräsentativ erheben lassen, bevor er Stellung bezieht. Im vergangenen Jahr hat er sich mit öffentlichen Forderungen auffallend zurückgehalten.

Compliance: Der ADAC hat sich ein Regelwerk für saubere Unternehmensführung gegeben, wie es in der Wirtschaft schon lange üblich ist. Darin ist zum Beispiel geregelt, bis zu welchem Wert die Pannenhelfer von dankbaren Autofahrern Geschenke annehmen dürfen. Eine Compliance GmbH wacht über die Einhaltung.

„Die Entscheidung wird wohl positiv ausfallen.“
Hans-Jürgen Papier zur Frage, ob der ADAC den Vereinsstatus behält

LN

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