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Wirtschaft im Rest der Welt ADAC: Samstagnachts die meisten Geisterfahrer
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt ADAC: Samstagnachts die meisten Geisterfahrer
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15:02 05.04.2017
Wrack eines Firmenwagens auf der A29, der kurz zuvor in der falschen Richtung unterwegs und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen war. Beide Fahrer starben. Quelle: Florian Kater/archiv
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München

Geisterfahrer sind besonders Samstagnacht unterwegs. Der ADAC wertete die Warnmeldungen aus, die über Verkehrsfunk ausgestrahlt wurden und kam zu dem Ergebnis: Von rund 2200 Meldungen über Geisterfahrer im Jahr 2016 kamen etwa 300 an Freitagen, 380 an Samstagen und 450 an Sonntagen.

Die größte Häufung habe sich dabei zwischen Samstagabend und dem frühen Sonntagmorgen gezeigt, teilte der ADAC mit. An den anderen Wochentagen summierten sich die Warnmeldungen auf jeweils 250.

„Es ist ein Nachtthema“, erläuterte ein ADAC-Sprecher die Zahlen. „Das hat sicher etwas zu tun mit Partys, Diskotheken, vielleicht mit Alkohol, vielleicht mit Drogen, vielleicht mit Unerfahrenheit.“ Eine Rolle spielten vermutlich auch die klassischen Sonntagsfahrer, die sonst eher selten unterwegs seien. Sie hätten nicht so viel Fahrroutine und kämen deshalb vielleicht eher durcheinander.

Die Gefahr, auf die falsche Spur zu geraten, war zumindest im Jahr 2016 im Sommer am höchsten und im Frühjahr am geringsten. In anderen Jahren habe das aber anders ausgesehen, sagte der Sprecher.

Besonders viele Falschfahrer-Meldungen gab es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Bezogen auf die Länge des Autobahnnetzes lagen jedoch die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen an der Spitze. Der ADAC vermutet, dass das an der höheren Anschlussstellendichte der meist kurzen Stadt- und Zubringerautobahnen liegt.

Bei Geisterfahrerunfällen kamen im vergangenen Jahr ein Dutzend Menschen ums Leben, berichtete der Autoclub unter Berufung auf die amtliche Unfallstatistik. Insgesamt starben bei Unfällen im Straßenverkehr 3214 Menschen, davon 393 auf Autobahnen.

dpa

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