Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Air-Berlin-Flieger darf auf Island nicht abheben
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Air-Berlin-Flieger darf auf Island nicht abheben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:02 20.10.2017
Flugzeuge von Air Berlin stehen am Flughafen Düsseldorf. Quelle: Marcel Kusch
Anzeige
Reykjavik

Ein Flugzeug der insolventen Air Berlin darf auf Island nicht mehr abheben. Die deutsche Fluggesellschaft habe Flughafengebühren nicht gezahlt, teilte der Betreiber des internationalen Flughafens Keflavik, Isavia, in der Nacht zum Freitag mit.

Der für die Nacht geplante Rückflug nach Düsseldorf wurde gestrichen. Air Berlin bezeichnete es als „rechtswidriges Handeln“, das Flugzeug festzuhalten.

Alle seit der Insolvenzanmeldung am 15. August anfallenden Rechnungen seien pünktlich bezahlt worden, betonte ein Sprecher. Laut Isavia waren die Gebühren auch bereits vor dem Insolvenzantrag entstanden. Die Entscheidung, das Flugzeug jetzt nicht abheben zu lassen sei „die letzte Maßnahme, um die Bezahlung bereits erbrachter Dienstleistungen sicherzustellen“, teilte der Flughafen mit.

Air Berlin entgegnete, nach geltendem Recht müssten eventuell bestehende Forderungen aus der Vor-Insolvenz-Zeit zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Darauf habe man den Flughafen Keflavik bereits mehrfach hingewiesen. „Das gegenwärtige Verhalten der Flughafengesellschaft ist klar rechtswidrig. Es ist nicht akzeptabel und geht zu Lasten der Passagiere der Air Berlin“, sagte ein Sprecher.

Air Berlin hat seinen allerletzten Flug für den 27. Oktober angemeldet. Die Lufthansa übernimmt für voraussichtlich etwa 210 Millionen Euro 81 von 134 Flugzeugen und will bis zu 3000 Air-Berlin-Beschäftigte einstellen. Verhandlungen mit der britischen Easyjet, die 25 Flugzeuge übernehmen will, ziehen sich noch hin.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 20.10.2017 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

20.10.2017

Razzia bei Japans drittgrößten Stahlhersteller Kobe Steel: Der hat jahrelang Metalle mit falschen Angaben zu deren Festigkeit verkauft. Das Ausmaß der systematischen Manipulationen ist noch unklar. Weltweit könnten mehr als 500 Kunden aus der Militär- und Autoindustrie betroffen sein.

20.10.2017

Mit einem neuen Konzept will der Versandhändler Amazon die Paketzustellung erleichtern. Kunden sollen ihre Sendung künftig auch erhalten, wenn sie nicht Zuhause sind. In den USA kooperiert der Onlinekonzern deshalb bereits mit Vermietern.

20.10.2017
Anzeige