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Wirtschaft im Rest der Welt Air Berlin entschädigt Passagiere mit zehn Millionen Euro
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Air Berlin entschädigt Passagiere mit zehn Millionen Euro
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15:42 07.07.2017
Ein Flugzeug von Air Berlin beim Start vom Flughafen in Düsseldorf. Quelle: Marcel Kusch
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Berlin

Für Verspätungen und Flugausfälle bei Air Berlin vor allem im April und Mai sind Entschädigungszahlungen von „deutlich mehr als zehn Millionen Euro“ fällig. Diese Zahl nannte Vorstandschef Thomas Winkelmann in der „Rheinischen Post“.

„Wir legen Sonderschichten ein, um die Gelder auszuzahlen“, so Winkelmann. Ein Grund für die Probleme war die schleppende Beförderung von Gepäck am Flughafen Berlin-Tegel nach einem Wechsel des Vertragspartners. Deshalb will Winkelmann jetzt von dem neuen Bodendienstleister Aeroground Geld sehen.

„Wir fordern vom Mutterunternehmen von Aeroground, dem Flughafen München, Schadenersatz in Millionenhöhe. Es ist unerträglich, wie unprofessionell Aeroground aufgebaut und gemanagt wurde“, sagte Winkelmann.

Um die hoch verschuldete Fluggesellschaft zu retten, verlangte der Air-Berlin-Chef Zugeständnisse von der Belegschaft und dem Geschäftspartner Tui. „Wir müssen mit der Tui über den Vertrag reden, der 2009 über die Überlassung von 14 Maschinen abgeschlossen wurde. Der ist viel zu teuer und ein Mühlstein am Hals der Air Berlin. Das wird Tui nicht gern hören, aber da müssen wir ran.“ Mit den Gewerkschaften Verdi und Vereinigung Cockpit wolle er darüber sprechen, wie die Produktivität verbessert werden könne.

Der Dienstleister Aeroground bot nach den großen Schwierigkeiten mit der Gepäckbeförderung für Air Berlin in Tegel ein Ende der Zusammenarbeit an. Wenn Air Berlin das wolle, sei man zu einem Ausstieg aus dem Anfang März geschlossenen Vertrag bereit, hieß es am Freitag in Unternehmenskreisen. Dies sei der Fluggesellschaft schriftlich mitgeteilt worden.

Aeroground reagierte damit auf den Vorwurf von Air-Berlin-Vorstandschef Thomas Winkelmann, der Dienstleister werde unprofessionell gemanagt. Seit Wochen geben sich Air Berlin und Aeroground wechselseitig die Hauptschuld am Gepäckchaos in Tegel.

dpa

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