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Wirtschaft im Rest der Welt Airbag: Deutsche Autobauer vor großem Rückruf in den USA
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10:48 11.02.2016
Gefährlicher Defekte an Airbags des Lieferanten Takata sorgen für viele Rückrufe. Quelle: Jeff Kowalsky
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Wolfsburg

Die deutschen Autobauer müssen wegen neuer Probleme mit Airbags des japanischen Zulieferers Takata Hunderttausende Fahrzeuge in den USA in die Werkstätten holen.

Rund 680 000 VW-Modelle sollen vorsorglich wegen möglicher Gefahren bei Takata-Teilen zurückgerufen werden, sagte ein VW-Sprecher. Betroffen seien die Modelle Passat, Golf, Eos und der Jetta Kombi. Audi ruft rund 170 000 Fahrzeuge in den USA die Werkstatt. Bei BMW sind es sogar 840 000 betroffene Wagen.

Im Fall von VW und Audi geht es um US-Modelle der Baujahre 2005 bis 2014. Die US-Verkehrsaufsicht habe Audi informiert, dass bestimmte Takata-Airbags auf der Fahrerseite fehlerhaft sein könnten, hieß es. Nun sollen unter anderem Modelle der Baureihen A3, A4 Cabrio, A5 Cabrio und Q5 zum Check.

Zu den Kosten machten VW und Audi keine Angaben, das werde mit Takata geregelt. In der Regel bilden Zulieferer schon vorsorglich Rückstellungen für Rückrufe, bei denen sie wegen Mängeln in die Haftung kommen können.

Fehler an den Airbags des japanischen Herstellers Takata sind seit längerem ein branchenweites Problem, das sich jüngst ausweitete. Es gab auch schon Todesfälle. Der VW-Sprecher versicherte: „Wir hatten konzernweit überhaupt keine Beanstandungen.“ Der Rückruf geschehe vorsorglich, Takata und die US-Behörden hätten den Kreis der Fahrzeuge entsprechend eingegrenzt.

Auch BMW muss in den USA wegen der Takata-Airbags einen großen Rückruf schultern. Man habe die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA darüber informiert, etwa 840 000 Wagen zurückrufen zu wollen, um Airbags auszutauschen. Betroffen seien Autos der Jahrgänge 2006 bis 2015, nähere Angaben machte BMW zunächst nicht. Es gehe um verschiedene Modelle, zu den Kosten wurde nichts bekannt.

Daimler ist ebenfalls stark von der jüngsten Ausweitung des Debakels um defekte Takata-Airbags in den USA betroffen. Schon am Dienstag hatte der Autobauer mitgeteilt, 705 000 Mercedes-Benz-Pkw und rund 136 000 Daimler-Vans vorsorglich in die Werkstätten zu beordern.

dpa

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