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Aktionärsschützer fordern Kreativität und neue Ehrlichkeit

Düsseldorf Aktionärsschützer fordern Kreativität und neue Ehrlichkeit

Aktionärsschützer fordern von den Managern in Zeiten der Konjunkturflaute mehr Kreativität als nur den Griff zum Rotstift. „Ob Lufthansa, ThyssenKrupp oder Metro - überall werden Kostensenkungsprogramme gefahren“.

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Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): Marc Tüngler. Foto: Maurizio Gambarini/ Archiv

Düsseldorf. Das sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Düsseldorf.

Einsparungen mögen seiner Ansicht nach zwar notwendig sein. Von den Vorständen erwarte er aber auch, dass sie neue Absatzmärkte erschließen und mit neuen Produkten zusätzliche Nachfrage erzeugen, sagte Tüngler. „Auf den Hauptversammlungen 2013 wollen wir eine Vorwärtsstrategie sehen.“ Ein herausragendes Beispiel für Innovationskraft sei der Computerhersteller Apple.

Die Vorstände sollten außerdem Klartext bei der Geschäftslage reden und von dem Zahlen-Wirrwarr vergangener Jahre Abstand nehmen. „Die Aktionäre haben keine Lust mehr auf bereinigte Ergebnisse“, betonte der Aktionärsschützer. Nicht selten werde ein Gewinneinbruch versteckt. Die inzwischen umfangreichen Bereinigungen der Ergebnisse um Sondereffekte seien kaum noch nachvollziehbar. „Wir verlieren damit den Draht zur Wirklichkeit und vor allem zur Ehrlichkeit“, kritisierte Tüngler.

Nach einer Analyse der DSW zum Geschäftsjahr 2011 hätten zuletzt sechs der 30 Dax-Unternehmen ihre Dividende ganz oder teilweise aus der Substanz gezahlt. Darunter seien Unternehmen wie Eon und die Deutsche Telekom.

Die Übernahme des Handelskonzerns Douglas durch den Finanzinvestor Advent werde kein Einzelfall bleiben. „Die Unternehmen machen sich die Taschen voll mit Cash“, sagte Tüngler. Allerdings seien die Preisvorstellungen der potenziellen Verkäufer derzeit noch hoch, weil die Ertragslage bei vielen Unternehmen gut sei. „Die Welten der Verkäufer und Käufer treffen sich derzeit noch nicht.“

Viele Investoren stünden aber für den Fall bereit, dass sich die Ergebnisse verschlechtern und die Preise sinken. Deutsche Unternehmen stünden im internationalen Vergleich nach wie vor gut da und seien daher höchst attraktiv.

„Die größte Bedrohung für die deutsche Wirtschaft wäre die Abschaffung des Euro“, unterstrich der DSW-Hauptgeschäftsführer. Die europäische Gemeinschaftswährung stütze gerade den deutschen Export. Im Vergleich zur Wirtschaftskrise 2008/2009 sei die deutsche Wirtschaft nach den schon erfolgten Kostensenkungen heute besser aufgestellt. „Insgesamt gibt es eine Anerkennung der Aktionäre. Die Manager haben in der Regel einen guten Job gemacht.“

dpa

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