Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Aldi Nord plant Milliardeninvestitionen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Aldi Nord plant Milliardeninvestitionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:27 04.07.2017
Kunden von Aldi Nord betreten einen modernen Aldi-Markte. Quelle: Roland Weihrauch/illustration
Essen

Der Discounter Aldi Nord will weltweit mehr als fünf Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Filialen investieren. Die Geschäfte sollen durch das Umbauprojekt Aniko heller, freundlicher und auch ein Stück weit großzügiger werden.

„Aniko ist eine der bedeutendsten unternehmerischen Entscheidungen in der Geschichte von Aldi-Nord“, erklärte Theo Albrecht junior, Sohn des Unternehmensgründers, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits die „Bild am Sonntag“ über die Pläne berichtet.

Die Milliardeninvestitionen müssen allerdings noch eine wichtige Hürde nehmen. Denn der Discounter ist im Besitz von drei Stiftungen, die den Plänen einstimmig zustimmen müssen. Doch fehlt bislang grünes Licht von der Jacobus-Stiftung, in der die Witwe des Gründersohns Berthold Albrecht und ihre Kinder das Sagen haben.

Deshalb wird befürchtet, dass die Pläne in die seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzungen zwischen den zerstrittenen Familienstämmen - auf der einen Seite Berthold Albrecht junior, auf der anderen Seite Babette Albrecht und ihre Kinder - hineingezogen werden könnten.

Das „größte Investitionsprojekt“ in der Firmengeschichte drohe sich wegen der Nicht-Zustimmung der Jakobus-Stiftung zu verzögern, zeigten sich Unternehmenskreise besorgt. Dies könne Aldi Nord in dem harten Wettbewerb der Branche belasten.

Der Rechtsanwalt von Babette Albrecht, Wolfgang Urban, wies den Vorwurf, den Konzern zu bremsen, allerdings entschieden zurück. Er betonte, der Vorstand der Jacobus-Stiftung werde entscheiden, sobald alle notwendigen Informationen dafür vorlägen. Dies sei jedoch derzeit noch nicht der Fall. „Wir können nicht auf Basis unvollständiger Informationen entscheiden. Es geht ja um viel Geld.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Gillette-Konzernführung schäumt: Der Rivale Wilkinson hat billige Klingen auf dem Markt geworfen, die mit Gillette-Nassrasierern kompatibel sind. Damit jagt er dem Konkurrenten Kunden ab und soll Patentrechte verletzt haben. Heute treffen sich die Unternehmen in Düsseldorf vor Gericht. Es geht um viel Geld.

04.07.2017

Der Milliardendeal mit Total ist für den Iran nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg. Auch politisch kann Präsident Ruhani davon profitieren und seine Hardline-Kritiker erstmal in Schach halten. Weiter Großprojekte sollen nach den Vorstellungen des iranischen Ölministers folgen.

04.07.2017

Die Rasierer-Hersteller Gillette und Wilkinson kreuzen vor dem Düsseldorfer Landgericht die Klingen. Es geht um preisgünstige Ersatzklingen für einen weit verbreiteten Nassrasierer von Gillette, um Patentrecht und viel Geld.

04.07.2017