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Alle georteten Leichen von Egyptair-Absturz geborgen

Kairo Alle georteten Leichen von Egyptair-Absturz geborgen

Mithilfe von DNA-Untersuchungen sollen die geborgenen Opfer des Egyptair-Absturzes identifiziert werden. Aufschluss über die Unglücksursache bringt aber wohl eher die Blackbox-Auswertung. Das Gerät soll intakt sein.

Kairo. Alle georteten sterblichen Überreste der Opfer des Egyptair-Absturzes sind aus dem Mittelmeer geborgen worden. Die DNA soll im Institut für forensische Medizin in Kairo untersucht werden, wie das Ministerium für zivile Luftfahrt mitteilte.

Damit solle die Identität der Opfer geklärt werden. Die sterblichen Überreste der Opfer wurden am Sonntag an Bord des von Ägypten gecharterten Schiffes „John Lethbridge“ zunächst nach Alexandria gebracht.

Das Bergungsschiff soll laut Ministerium demnächst erneut zur Unglücksstelle des Flugzeugabsturzes aufbrechen und den Meeresgrund nach Wrackteilen und möglichen weiteren Opfern absuchen. Man müsse absolut sicher sein, dass sich keine sterblichen Überreste mehr an der Unglücksstelle befänden, teilte das Ministerium in seiner Stellungnahme mit.

Der Airbus A320 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Einen Notruf gab es nicht. Nach dem Absturz wurde über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies. Bislang hat sich auch niemand zu einem möglichen Anschlag bekannt.

Die genaue Ursache des Unglücks ist damit weiter unklar. Wie Ermittler am Wochenende aber sagten, kann demnächst mit der Datenanalyse des vor kurzem gefundenen Stimmenrekorders begonnen werden. Er befindet sich zur Zeit noch zur Reparatur in Frankreich, ist nach Angaben von Ermittlern aber intakt. Die Analyse solle beginnen, sobald das Gerät wieder in Ägypten sei. Die Ermittler erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse über den Grund des Absturzes.

Die Auswertung des ersten Datenschreibers hatte ergeben, dass sich vor dem Absturz des Flugzeuges auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte.

dpa

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