Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 6 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Allianz: 305 000 Unwetterschäden in 2015

Sturm und Hagel Hauptursache Allianz: 305 000 Unwetterschäden in 2015

In Mitteleuropa gibt es zwar keine verheerenden Hurrikans wie den aktuell vor der US-Ostküste wütenden Wirbelsturm „Matthew“ - aber heftige Unwetter verursachen auch in Deutschland große Schäden.

Unterschleißheim. Sturm und Hagel verursachen die meisten Unwetterschäden in Deutschland. Das hat eine Auswertung der Schadenmeldungen beim Versicherungskonzern Allianz ergeben.

Demnach haben die Kunden des größten deutschen Versicherers im vergangenen Jahr 305 000 Unwetterschäden gemeldet - im Jahresschnitt über 800 Meldungen am Tag. In 252 500 Fällen - 83 Prozent - waren Sturm und Hagel die Ursache, wie aus dem „Naturkatastrophenkalender“ des Unternehmens hervorgeht.

An zweiter Stelle folgten in weitem Abstand mit 45 500 Schadenmeldungen Blitz und Überspannung, auf Platz drei lagen Überschwemmungen und Starkregen. Blitze sind demnach in Süddeutschland und im Erzgebirge häufiger als im Norden - und auf dem Dorf offensichtlich gefährlicher als in der Stadt: „In städtischen Regionen mit sehr verzweigten Leitungsnetzen führt ein Blitz deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden als auf dem Land“, sagte Allianz-Meteorologe Markus Stowasser.

2015 war ein besonders stürmisches Jahr: Im Vergleich zu 2014 gab es nahezu eine Verdopplung der Schadenmeldungen, wie Mathias Scheuber sagte, der für die Schadenregulierung zuständige Vorstand bei der Allianz Deutschland. 2014 zahlte das Unternehmen 243 Millionen Euro für Unwetterschäden, 2015 waren es dann 376 Millionen. Unwetter treten auch nicht zu jeder Jahreszeit gleich häufig auf: 2015 fiel mehr als ein Drittel aller Schäden im März an, als die Stürme „Mike“ und „Niklas“ übers Land zogen.

Das war eine Abweichung vom langjährigen Durchschnitt, denn normalerweise ist der Winter die stürmischste Jahreszeit. „In der Regel treten fast die Hälfte der deutschlandweiten Unwetterereignisse in den Wintermonaten Dezember bis Februar auf“, sagt Wetterexperte Stowasser. Der Oktober 2015 hingegen war mit nur 0,3 Prozent der Schadenmeldungen ausgesprochen friedlich. Die Versicherungsbranche rechnet damit, dass wegen des Klimawandels künftig die Sommer stürmischer werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 11.826,50 +0,03%
TecDAX 1.903,75 +0,37%
EUR/USD 1,0619 +0,30%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

HEID. CEMENT 88,15 +1,04%
RWE ST 13,46 +0,88%
FMC 78,45 +0,32%
INFINEON 16,80 -1,13%
DAIMLER 68,56 -0,64%
BEIERSDORF 86,02 -0,56%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 171,71%
Crocodile Capital MF 136,35%
Morgan Stanley Inv AF 121,83%
First State Invest AF 107,36%
Fidelity Funds Glo AF 105,28%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.