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Wirtschaft im Rest der Welt Arbeitslosigkeit in den Euroländern bleibt auf Rekordniveau
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11:05 02.07.2013
Die Wirtschaftskrise treibt die Arbeitslosenquote schon seit längerem in die Höhe. Foto: Jens Büttner
Luxemburg

. Die Quote stieg im Vergleich zum April von 12,0 auf 12,1 Prozent.

Die Wirtschaftskrise treibt die Arbeitslosenquote schon seit Jahren nach oben. Besonders betroffen sind die südeuropäischen Krisenländer Griechenland, Spanien und Portugal.

Die Statistiker revidierten die Werte der Vormonate nach unten, nachdem einige Länder Zahlen nachgemeldet hatten. So hatte Eurostat für den Monat April zunächst eine Quote von 12,2 Prozent genannt, diese wurde nun auf 12,0 korrigiert. In der EU insgesamt lag die Arbeitslosenquote im Mai unverändert bei 10,9 Prozent.

Besonders hart schlägt sich die Wirtschaftskrise in den Ländern Südeuropas auf den Arbeitsmarkt nieder. In Spanien liegt die Arbeitslosenquote mit 26,9 Prozent am höchsten. Danach folgt Griechenland mit 26,8 Prozent (Zahlen vom März). In Portugal lag die Quote bei 17,6 Prozent. Die niedrigsten Arbeitslosenraten verzeichneten Österreich mit 4,7 Prozent und Deutschland mit 5,3 Prozent.

Besonders hart trifft es junge Menschen im Alter bis 25 Jahre, gerade in den Krisenstaaten. Insgesamt sind 3,5 Millionen Jugendliche und junge Leute in den 17 Euro-Ländern ohne Arbeit, das entspricht einer Quote von 23,8 Prozent. In Griechenland und Spanien ist mehr als jeder zweite ohne Job (59,2 beziehungsweise 56,5 Prozent), in Portugal sind es 42,1 Prozent.

Die unverhältnismäßig hohe Arbeitslosigkeit bei den jungen Leuten hat zumindest zum Teil statistische Gründe: Die Eurostat-Experten klammern bei ihren Berechnungen junge Männer und Frauen in Studium oder Ausbildung aus. Dies verkleinert die Bezugsgruppe der Unter-25-Jährigen. Damit fällt jeder einzelne Arbeitslose noch stärker ins Gewicht.

Im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit hatten die Staats- und Regierungschefs der EU beim Gipfel vergangene Woche ein Milliarden-Aktionspaket beschlossen. Herzstück ist die „Jugendgarantie“.

Innerhalb von vier Monaten sollen junge Männer und Frauen entweder eine Arbeit, einen Praktikums- oder Weiterbildungsplatz haben. Für Fortbildungen oder Hilfe bei der Vermittlung stellt die EU aus dem EU-Finanzrahmen bis zum Jahr 2020 sechs Milliarden Euro zur Verfügung.

dpa

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