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Wirtschaft im Rest der Welt Außenhandel: Tür für Lösung bei Strafzöllen noch nicht zu
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Außenhandel: Tür für Lösung bei Strafzöllen noch nicht zu
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10:23 28.04.2018
Aufgewickelte Metallbänder, sogenannte Coils, auf einem Werksgelände in Salzgitter. Quelle: Julian Stratenschulte
Berlin

Der Deutsche Außenhandel sieht noch eine kleine Chance, dass US-Präsident Donald Trump doch noch weiter auf Strafzölle gegen die EU bei Stahl und Aluminium verzichtet.

„Das war sicher kein Durchbruch. Aber die Tür für eine Lösung im Streit um die US-Strafzölle bleibt einen Spalt weit offen“, sagte der Präsident des Groß- und Außenhandelverbandes BGA, Holger Bingmann, der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte hinzu, es sei „wichtig und richtig“ gewesen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Washington gereist sei und das Gespräch gesucht habe.

Die Kanzlerin hatte am Freitagabend bei einem Treffen mit Trump gesagt, die EU und Deutschland könnten mit den USA bilateral weiter über faire Handelsbedingungen verhandeln. Denn die Welthandelsorganisation WTO habe seit Jahren keine gemeinsamen internationalen Handelsabkommen mehr zustande gebracht. Deutschland habe seinen Handelsüberschuss mit Amerika bereits reduziert. Sie zeigte aber Verständnis, dass dies Trump noch nicht ausreiche.

Zu den vom 1. Mai an drohenden US-Strafzöllen gegen die EU auf Stahl und Aluminium wollte Merkel keine näheren Angaben machen. „Der Präsident wird entscheiden“, sagte sie lediglich.

Bingmann sagte nun, wolle man das Defizit in der US-Handelsbilanz wirklich abbauen, wie Trump sagt, „muss man über mehr als nur Stahl und Autos reden, dann braucht man Verhandlungen über den Abbau aller Handelshemmnisse“. Er sagte weiter: „Nur ein solches Abkommen über freien Handel garantiert wirklich „fairen“ Waren- und Dienstleistungsaustausch.“ Merkel habe hier „ein klares Angebot formuliert“.

dpa

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