Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Autozulieferer Leoni mutmaßlich um 40 Millionen betrogen
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Autozulieferer Leoni mutmaßlich um 40 Millionen betrogen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:56 17.08.2016
Anzeige
Nürnberg

Der Autozulieferer Leoni ist nach eigenen Angaben Opfer eines millionenschweren Betrugs geworden. Unter Verwendung gefälschter Dokumente und Identitäten und unter Nutzung elektronischer Kommunikationswege seien Gelder des Unternehmens auf Zielkonten im Ausland transferiert worden.

Dies teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag überraschend mit. Der Schaden belaufe sich auf einen Abfluss an liquiden Mitteln von insgesamt rund 40 Millionen Euro.

Ein Sprecher wollte sich auf Nachfrage wegen laufender Ermittlungen nicht zu weiteren Details äußern. Aus dem Firmenumfeld hieß es, jemand habe sich gegenüber Mitarbeitern des Hauses als Leoni-Mitarbeiter ausgegeben und behauptet, „besondere Befugnisse zu haben“. Auf diese Weise habe er „bestimmte Geschäftsvorgänge vorbereiten“ lassen. Das Besondere sei dabei nicht das Vorgehen der Betrüger an sich, „sondern die Höhe des Schadens“, hieß es.

Nach Angaben eines Leoni-Sprechers hat der Vorstand umgehend eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet und prüft derzeit Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. Ebenso sei Anzeige erstattet worden.

Die Auswirkungen auf die Ergebnisprognose kann das Unternehmen derzeit noch nicht abschätzen. Die Liquiditätslage des Konzerns sei nicht wesentlich beeinträchtigt. Das Vorgehen der Täter ähnelt der sogenannten „Chef-Masche“, bei der Unbekannte bereits in den vergangenen Monaten andere Unternehmen um große Beträge erleichtert hatten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zuletzt hatte der Dax immer noch Höchststände fürs Jahr markiert und damit den trüben Jahresbeginn vergessen gemacht. Manchem Anleger wird es nun aber zu gefährlich - und er steigt aus.

16.08.2016

Der Containerverkehr des Hamburger Hafens mit China und Russland läuft wieder besser. Dafür gibt es aus Polen und Schweden verstärkt Konkurrenz.

17.08.2016

Deutschlands größter Möbelhändler Ikea hat Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe zurückgewiesen, dass man die neuen Regeln zur Rückgabe von Elektrogeräten nicht beachte.

17.08.2016
Anzeige