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Wirtschaft im Rest der Welt BASF setzt auf Forschung: Keine Angst vor Branchen-Fusionen
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05:22 09.06.2016
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Ludwigshafen

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will seine Forschung schneller und effizienter machen - mit mehr Kooperationen und einer Konzentration auf gewinnträchtige Projekte.

Der Wettbewerb nehme zu, Asien hole auf, sagte Vize-Vorstandschef Martin Brudermüller am Mittwoch in Ludwigshafen. In den anstehenden Rekordübernahmen und -fusionen der Branche sieht der Chemieriese keinen Nachteil für sich.

Mit Blick auf Forschung und Entwicklung sagte Brudermüller, die Frage sei, ob man genug aus den Ausgaben dafür heraushole. „Ich denke, es geht noch mehr.“ BASF wolle sich nun auf Projekte konzentrieren, die große Beiträge brächten. Deshalb definiere man Kompetenzen, die für Schlüsseltechnologien gebraucht würden, und überlege, wie man sie erweitern könne - oder was über Partnerschaften abzudecken sei. Projekte ohne Potenzial für BASF sollen nach höchstens einem Jahr gestoppt werden.

Zugleich sagte der Manager, es könne kein Automatismus sein, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung immer stiegen. Wenn man effizienter werde, biete dies die Möglichkeit, „mehr Forschung zu machen mit dem gleichen Geld und nicht immer nur automatisch zu erhöhen“. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen in den vergangenen Jahren bei der BASF im Schnitt um fünf Prozent (2015: 1,95 Milliarden Euro).

Angesichts der Milliarden-Offerte des Konkurrenten Bayer für den US-Saatgut- und Pflanzenschutzspezialisten Monsanto sagte Brudermüller, das Pflanzenschutzgeschäft der BASF sei „auch ohne Übernahmen groß genug“.

Die Verträge mit Monsanto würden auch bei einer Übernahme durch Bayer weiter eingehalten. BASF kooperiert seit 2007 mit dem US-Unternehmen. Auch die Übernahme des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta durch den chinesischen Konkurrenten ChemChina ändere nichts für BASF. Bayer hatte 62 Milliarden US-Dollar (55 Milliarden Euro) für Monsanto geboten. Nachdem das Monsanto-Management die Offerte als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird nun über einen Preisaufschlag spekuliert.

dpa

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