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Wirtschaft im Rest der Welt BDI: „Deutschland braucht den Diesel auch in Zukunft“
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt BDI: „Deutschland braucht den Diesel auch in Zukunft“
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14:40 17.10.2018
Fahrverbot in Hamburg: „Durch immer neue Forderungen wird die Luft nicht sauberer“, findet der BDI. Quelle: dpa
Berlin

In der Debatte um Fahrverbote und Nachrüstungen für Diesel-Autos attackiert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Politik und Umweltverbände. „Immer neue Forderungen aus der Politik und Verbänden verunsichern die Bürger und reden eine Technologie schlecht, ohne dass ihnen marktfähige Alternativen zur Verfügung stehen“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor einer Rede, die er auf dem Logistik-Kongress des Branchenverbands BVL am Mittwochnachmittag in Berlin hält. 

Es wäre „grob fahrlässig“, den Dieselantrieb „leichtfertig als überholte Technologie zu kritisieren“, erklärte er. „Deutschland braucht den Dieselkraftstoff auch in Zukunft, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen“, betonte der BDI-Chef. „Durch neue und immer weitergehende Forderungen nach Hardware-Nachrüstungen und Fahrverboten wird die Luft nicht sauberer.“

Aus Sicht des BDI sei „das Rennen um die beste Technologie im Verkehr sei noch offen“, betonte Kempf. Es sei nicht zu erwarten, dass der Verkehrssektor zu 100 Prozent elektrisch betrieben werden kann. „Von zentraler Bedeutung bleibt die Effizienzsteigerung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.“ Gerade im Schwerlastverkehr auf der Straße sei der Dieselantrieb nicht wegzudenken und werde möglicherweise durch synthetische, CO2-neutrale Kraftstoffe „noch mehrere Jahrzehnte weitergeführt“.

„Auch 2030 fahren fast alle Laster mit Diesel“

Aufgrund eigener Berechnungen, die Kempf auf dem bundesweit größten Logistik-Kongress vorstellen will, geht der BDI davon aus, dass auch im Jahr 2030 noch rund 85 Prozent der Verkehrsleistung mit schweren Nutzfahrzeugen durch Dieselantrieb bewältigt wird.

Dieser Wert könne bis 2050 auf rund 38 Prozent absinken, falls sich alternative Antriebsarten auch im Schwerlastverkehr durchsetzten, heißt es im Rede-Manuskript, das dem RND vorab vorliegt.

Kempf ruft auch die die Autobauer dazu auf, „große Anstrengungen zu unternehmen, um alternative Antriebskonzepte zu entwickeln und auszuprobieren“. Deshalb plädiere der BDI für „größtmögliche Technologieoffenheit, um rascher und effizienter klimaneutrale Antriebstechnologien und Kraftstoffe zu entwickeln“, sagte Kempf dem RND.

Von Steven Geyer/RND

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