Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 8 ° Regen

Navigation:
Bahn und Lokführer gehen in fünfte Tarifrunde

Test für GDL-Arbeitszeitmodell Bahn und Lokführer gehen in fünfte Tarifrunde

Lokführer und Bahn verhandeln wieder. Ob die fünfte Runde den Durchbruch bringt, ist allerdings fraglich.

Ein DB-Mitarbeiter steht im Mai 2015 wegen des Lokführer-Streiks an einem leeren Gleis in Stuttgart. Im aktuellen Konflikt hat die Bahn ein neues Angebot vorgelegt. 

Quelle: Wolfram Kastl

Frankfurt/Main. Im Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL hat die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben einen Schritt auf die Gewerkschaft zu gemacht.

Die Bahn wolle das Arbeitszeitmodell der GDL verpflichtend einem Praxistest unterziehen, sagte Personalvorstand Ulrich Weber am Montag vor Beginn der möglicherweise entscheidenden fünften Verhandlungsrunde in Frankfurt. GDL-Chef Claus Weselsky forderte, die Bahn müsse endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. „Sonst gibt es keine Grundlage für Verhandlungen.“

In der bisher letzten angesetzten Runde soll nötigenfalls bis in die Nacht hinein verhandelt werden. Beide Seiten lagen zuletzt noch weit auseinander.

Die GDL fordert 4,0 Prozent mehr Gehalt für die rund 35 000 Beschäftigten des Zugpersonals und eine besser planbare Freizeit, etwa über andere Schichtrhythmen.

Die Bahn bot zuletzt 1,5 Prozent mehr Geld rückwirkend zum 1. Oktober 2016 plus 0,2 Prozent in Form eines höheren Zusatzurlaubs für Nachtarbeit, außerdem eine Einmalzahlung von 375 Euro. Eine weitere Einkommensverbesserung von 2,5 Prozent soll sich zum 1. Januar 2018 aus einer Arbeitszeitsenkung ergeben, die 2015 vereinbart worden war. Damit würde das Tarifergebnis vom Vorjahr verrechnet, kritisierte Weselsky erneut.

Aus Sicht der Bahn führt das von der Gewerkschaft vorgeschlagene Modell zu einem komplett neuen Arbeitszeitsystem und ist nicht praxistauglich. Es solle aber dennoch getestet werden. Die GDL werde sich allerdings auf keine Lösung einlassen, „in der geschrieben steht, wir können zwar experimentieren, aber es darf nicht teurer werden“, kündigte Weselsky an.

Sollte es bei dem Treffen in Frankfurt keinen Durchbruch geben, könnten weitere Termine vereinbart werden. Bei einem Scheitern der Gespräche, könnte jede Seite die Schlichtung beantragen.

Zum Zugpersonal zählen Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Lokrangierführer und Disponenten (Planer). Die Bahn verhandelt parallel mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die Verbesserungen für 150 000 Beschäftigte erreichen will, darunter auch das Zugpersonal. Beide Seiten treffen sich am 8. Dezember wieder. Die EVG hatte zuletzt Warnstreiks im Dezember nicht ausgeschlossen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Rest der Welt
DAX
Chart
DAX 12.983,00 -0,06%
TecDAX 2.494,75 +0,33%
EUR/USD 1,1749 -0,19%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 181,49 +1,99%
INFINEON 22,70 +1,27%
HEID. CEMENT 85,50 +0,70%
DT. BANK 14,13 -1,94%
MÜNCH. RÜCK 185,40 -1,28%
MERCK 93,23 -1,01%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
AXA World Funds Gl RF 162,25%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
BlackRock Strategi AF 114,86%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.