Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Beschwerden über die Bahn häufen sich wieder
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Beschwerden über die Bahn häufen sich wieder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:22 19.12.2017
Ein Hinweis auf einen ausfallenden Zug auf einer Informationstafel am Hauptbahnhof in Stuttgart. Quelle: Lino Mirgeler
Anzeige
Berlin

Die Beschwerden von Bahnreisenden bei der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) haben in diesem Jahr wieder zugenommen.

Das geht aus vorläufigen Zahlen der Einrichtung über das zu Ende gehende Jahr hervor. Bis zum Stichtag 11. Dezember gingen 2655 Schlichtungsanträge zu Fahrten mit der Deutschen Bahn und ihren Wettbewerbern ein. Das ist im Vorjahresvergleich ein Anstieg von 16 Prozent nach drei Jahren in Folge mit leicht sinkenden Fallzahlen.

Insgesamt zählte die Schlichtungsstelle bis vor einer Woche 14.636 Anträge. Das waren bereits mehr als im Rekordjahr 2016, in dem 13.626 Fälle zusammenkamen. „Wir erwarten im Gesamtjahr weit mehr als 15 000 Schlichtungsanträge, und damit im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um rund 15 Prozent“, sagte der Geschäftsführer der Stelle, Heinz Klewe, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Seiner Ansicht nach ist die Entwicklung vor allem darauf zurückzuführen, dass sich unter den Reisenden die Vorteile der SÖP-Schlichtung herumsprächen. Sie sei kostenfrei und habe „hohe juristische Qualität“.

Etwa drei Viertel aller Beschwerden beziehen sich auf Flugreisen, knapp ein Fünftel auf Bahnfahrten, der kleine Rest auf Fernbusse und den öffentlichen Nahverkehr. Bis 11. Dezember trafen 11 108 Schlichtungsanträge zu Flugreisen bei der SÖP ein.

Nach der Insolvenz von Air Berlin seien zahlreiche Anrufe von verärgerten oder ratlosen Kunden bei der Schlichtungsstelle eingegangen, sagte Klewe. „Wir konnten nur die Lage den zum Teil sehr aufgebrachten Verbrauchern telefonisch erläutern.“

Die SÖP ist von der Bundesregierung als Schlichtungsstelle für Bahn, Luftverkehr, Fernbus und Schiff anerkannt. Zum größten Teil geht es um eine Entschädigung bei Verspätungen oder Ausfällen von Flügen und Bahnfahrten. Rund 360 Verkehrsunternehmen beteiligen sich mittlerweile an dem Schlichtungsverfahren, das sie selbst finanzieren.

Zu Jahresbeginn kamen zahlreiche Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs hinzu, zum Beispiel die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) und die Stuttgarter Straßenbahn (SSB).

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sie ist so groß wie eine Hand, vermehrt sich rasend schnell, frisst alles und überträgt gefährliche Krankheiten. In Kuba breitet sich eine aus Ostafrika stammende Riesenschnecke aus - das sorgt für Alarmstimmung.

19.12.2017

Das deutsche „Wurstkartell“ zieht am Dienstag vor das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Nachdem das Bundeskartellamt wegen verbotener Preisabsprachen im Jahr 2014 Bußgelder in Millionenhöhe verhängt hatte, klagen nun vier der insgesamt 22 beschuldigten Wursthersteller gegen die verhängten Strafen. Auch über die sogenannte „Wurstlücke“ soll neu verhandelt werden.

19.12.2017

Der Verbraucherzentrale Bundesverband klagt infolge des Diesel-Skandals gegen einen VW-Händler und will damit generelle Klarheit über Garantiezusagen herbeiführen.

19.12.2017
Anzeige