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Blitzmarathon erwischt viele Temposünder

Mit 140 durch die Stadt Blitzmarathon erwischt viele Temposünder

Zu schnelles Fahren ist Grund Nummer Eins für schwere Unfälle. Der Blitzmarathon der Polizei soll Autofahrern mehr Vernunft beibringen. Viele halten sich ans Tempo. Doch einige erwischt es kalt.

Kommen heute vermehrt zum Einsatz: Kontrollmonitor eines mobilen Messgeräts. Foto Boris Roessler/Archiv

Quelle: Boris Roessler

München. Vorsicht Blitzmarathon! Mit groß angelegten Kontrollen ist die Polizei in mehreren Bundesländern gegen Raser vorgegangen. Damit wollte sie Autofahrer auf die Gefahren des Geschwindigkeitsrauschs aufmerksam machen.

Obwohl viele Standorte von Blitzern vorab bekannt waren, erwischten die Beamten eine Reihe Temposünder. Kontrollen gab es in Bayern, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Hessen, Thüringen und im Saarland. Oft standen Beamte gezielt an Alleen und vor Kitas, Schulen oder Senioreneinrichtungen.

Ein besonders dreister Raser ist der Polizei in Sachsen ins Netz gegangen: Er sauste in Leipzig mit 140 Sachen durch die Innenstadt - erlaubt sind dort 50 Kilometer pro Stunde, hieß es von der Polizei. Der Spitzenreiter im Saarland war „57 Stundenkilometer zu schnell“, wie ein Polizeisprecher in Saarbrücken mitteilte. In Thüringen wurden in den ersten sechs Stunden nur wenige Temposünder ertappt, erklärte die dortige Landespolizeidirektion. In Kassel fuhr der schnellste Fahrer laut Polizei mit 60 Kilometern pro Stunde in einer 30er-Zone.

Die Polizei in Hessen zog zur Halbzeit eine positive Zwischenbilanz. Das Gros der Verkehrsteilnehmer habe sich offensichtlich gut informiert gezeigt, sagte Polizeisprecher Guido Rehr in Dillenburg. Auch anderswo wussten die Fahrer wohl gut Bescheid: Die Polizei in Mainz teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass die meisten Verkehrsteilnehmer vernünftig unterwegs seien.

Entgegen der Praxis in den meisten Bundesländern hatte Rheinland-Pfalz die Messstellen nicht vorab veröffentlicht. „Wir wollten das nicht mit Verwaltung überfrachten. Dann müssten die Kollegen ständig Meldung machen, wo sie stehen“, sagte Innenministeriumssprecher Joachim Winkler. Außerdem gelte: „Wir haben jeden Tag Kontrolltag.“ Ein Sprecher der Polizei in Koblenz erklärte: „Wir sagen nicht, wo die Geräte sind, weil wir uns davon versprechen, dass die Leute sich im ganzen Dienstbezirk endlich einmal an die Geschwindigkeit halten.“

Seit 6.00 Uhr lief der sogenannte Blitzmarathon. In einigen Bundesländern, wie in Bayern und Brandenburg, sollten die verschärften Kontrollen 24 Stunden andauern. In anderen Ländern, wie in Hessen, war geplant, sie bereits am Abend zu beenden.

Den ersten Blitzmarathon hatte es 2012 in Nordrhein-Westfalen gegeben. Das Land setzte beim diesjährigen Blitzermarathon allerdings aus. Grund war das Großaufgebot von 4000 Einsatzkräften im Rahmen des AfD-Parteitags und der Gegenveranstaltung in Köln. Deshalb hätten zu wenige Beamte für die Raser-Kontrolle zur Verfügung gestanden, wie NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) vor Wochen gesagt hatte.

dpa

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