Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt Bund stellt Hilfen für Ausstieg aus Braunkohle in Aussicht
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Bund stellt Hilfen für Ausstieg aus Braunkohle in Aussicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 26.01.2016
Umweltaktivisten protestieren vor einem Kraftwerk in Brandenburg gegen Kohlestrom und neue Tagebaue. Quelle: Bernd Settnik
Anzeige
Spremberg

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat eine Förderung für den Strukturwandel weg von der Braunkohle in Aussicht gestellt.

Der Bund werde sich daran beteiligen, dass alternative Arbeitsplätze etwa im Energiesektor entstehen, sagte Hendricks am Montag bei einem Besuch des Lausitzer Braunkohlereviers. Eine konkrete Zahl nannte sie nicht. Arbeitsplätze könnten unter anderem im Bereich Speicherkapazität von erneuerbaren Energien entstehen.

Hendricks beharrt auf einem festen Fahrplan für den Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland bis spätestens 2050. Sie will bis zum Sommer einen langfristigen Klimaschutzplan vorlegen. Er soll zeigen, wie ein klimafreundliches Deutschland bis 2050 aussehen kann. Hendricks sagte, sie halte es für möglich, einen Umbau in 20 bis 25 Jahren sozialverträglich zu gestalten. Auf eine Jahreszahl wolle sie sich aber nicht festlegen.

In der Lausitz betreibt der schwedische Energiekonzern Vattenfall derzeit vier Braunkohlegruben und mehrere Braunkohlekraftwerke. Im zweitgrößten Braunkohlerevier Deutschlands arbeiten rund 8000 Menschen. Hendricks sagte, sie sei zuversichtlich, dass diese Größenordnung durch andere Arbeitsplätze aufgefangen werden könne. Es sei wichtig, frühzeitig neue Strukturen aufzubauen.

Was die Lausitz nach 1989 erlebt habe, das sei ein Strukturbruch gewesen, „wie man ihn sich kaum tiefer vorstellen kann“, betonte die Bundesministerin. „Viele Menschen haben von heute auf morgen ihre Arbeitsplätze verloren. Sowas darf sich selbstverständlich nicht wiederholen.“

Hendricks traf sich am Montag mit Vattenfall-Betriebsräten, die die Gespräche als „sehr gut“ bezeichneten. „Wir möchten das Gespräch gerne weiter fortführen“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Vattenfall Europe Mining, Rüdiger Siebers.

Vor dem Kraftwerk demonstrierten Kohlebefürworter und deutlich weniger Kohlegegner. Die Umweltorganisation Greenpeace betonte, dass seit dem Pariser Klimaschutzabkommen klar sei, dass ein Ausstieg aus der Braunkohle früher gelingen müsse als 2050, nämlich bis 2030.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit wetterfester Ausrüstung raus in die Natur - für Outdoor-Fans ist das das Größte. Doch giftige Chemikalien bleiben ein Problem in der Branche - das bereitet nicht nur Umweltschützern Sorgen.

26.01.2016

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 25.01.2016 um 17:55 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

(Stand und Veränderung zur Schlussnotierung am vorherigen Börsentag bei Aktien in Euro, bei Indizes in Punkten).

25.01.2016

Nach Renault muss nun auch Mercedes-Benz bei französischen Behörden zum Abgas-Rapport antreten. Die Franzosen wollen neue Messergebnisse mit dem Autobauer besprechen. Auch Opel hat einem Bericht zufolge eine Vorladung bekommen, gibt sich aber bislang zugeknöpft.

26.01.2016
Anzeige