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Wirtschaft im Rest der Welt Bundesbank erwartet kräftiges Wirtschaftswachstum
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Bundesbank erwartet kräftiges Wirtschaftswachstum
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08:18 19.07.2016
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Frankfurt/Main

Die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft trotz des Brexit-Votums vorerst weiter auf Wachstumskurs. Dies erklärte die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

Zwar dürfte die Konjunktur nach dem starken Jahresbeginn im zweiten Vierteljahr eine Verschnaufpause eingelegt haben. „Die konjunkturelle Grundtendenz ist aber weiter recht kräftig, und für das Sommerquartal ist wieder mit einem deutlichen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung zu rechnen“. Als Grund für die Zuversicht nannten die Experten die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt, steigende Reallöhne und die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

Die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die deutsche Wirtschaft seien gegenwärtig schwer abzuschätzen, „könnten zumindest kurzfristig aber begrenzt bleiben“, erklärte die Notenbank. Großbritannien war im vergangenen Jahr Deutschlands fünftgrößter Handelspartner. Wegen der Unsicherheit nach dem Brexit-Referendum hatten Ökonomen ihre Wachstumsprognosen für Deutschland gesenkt. Die Notenbank erwartete für das laufende Jahr zuletzt 1,7 Prozent Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). 2017 sollen es dann 1,4 Prozent sein.

Aus Sicht der Bundesbank spricht auch die anhaltend gute Stimmung der Unternehmen und Haushalte für einen nur zeitweisen Dämpfer im zweiten Quartal. Von April bis Juni dürfte die deutsche Wirtschaft allerdings allenfalls geringfügig gewachsen sein.

Die Industrieproduktion sei hinter das hohe Niveau des ersten Quartals zurückgefallen. Auch vom Einzelhandel seien zuletzt keine Impulse gekommen. Zudem hatte zu Jahresanfang die Bauwirtschaft vom milden Winter profitiert, Projekte wurden vorgezogen. Dieser Effekt entfällt im zweiten Quartal. Stabilisierend wirke dagegen das recht positive Bild bei den Exporten, erklärte die Bundesbank. In den ersten fünf Monaten waren die Ausfuhren „Made in Germany“ im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen.

dpa

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